Online-Glaubensgespräche „Gott FASSbar“ mit ehemaligem Korschenbroicher Pfarrer

Von Bärbel Broer ·  Junge Katholiken sprechen online mit ihrem ehemaligen Pfarrer Frank Josef van de Rieth aus Korschenbroich über Nächstenliebe.

 Wenn es nötig ist, bewegt Pfarrer Frank Josef van de Rieth auch Löschfahrzeuge. Seit seinem Weggang aus Korschenbroich 2013 ist er in der Seelsorge in Krefeld tätig.

Wenn es nötig ist, bewegt Pfarrer Frank Josef van de Rieth auch Löschfahrzeuge. Seit seinem Weggang aus Korschenbroich 2013 ist er in der Seelsorge in Krefeld tätig.

Foto: Feuerwehr Krefeld

Viel und lange zu reden, falle ihm nicht schwer, gibt Pfarrer Frank Josef van de Rieth unumwunden zu. Doch bei „Gott FASSbar“ – einer Gesprächsrunde über den Glauben für junge Erwachsene von 16 bis 30 Jahren innerhalb der GdG Korschenbroich – werde er diese rhetorischen Eigenschaften nicht in den Vordergrund stellen. „Bei diesem Format geht es nicht um mich, sondern darum, dass die Menschen mit ihren Fragen, ihrem Glauben oder auch ihrem Suchen Raum bekommen“, sagt van de Rieth, der bis zum Frühjahr Pfarrer in Korschenbroich war.

Wenn er am Sonntag, 16. Mai, mit jungen Gemeindemitgliedern der GdG Korschenbroich via Zoom über das Thema „Theologie der PsychoSozialenNotfallVersorgung (PSNV)“ spricht, wird es so manches Wiedersehen geben. Auf der einen Seite junge Menschen, die van de Rieth als „ihren“ Pfarrer im Grundschulalter oder als Teenies erlebt haben. Auf der anderen Seite van de Rieth, der zehn Jahre lang in Korschenbroich gewirkt hat. Eine Zeit, die er als „sehr prägend“ bezeichnet. Die aber auch sehr herausfordernd gewesen sei, weil „es kirchlich schwierige Zeiten waren“, in denen „der Mangel verwaltet wurde“.

Seit seiner Verabschiedung als Pfarrer in Korschenbroich ist van de Rieth in der Seelsorge in Krefeld tätig – zum einen für Feuerwehr- und Rettungsdienst, zum anderen für ein Krefelder Krankenhaus. Um die Notfall-Seelsorge als Thema ging es bereits bei seiner ersten Teilnahme an der „GottFASSbar“-Reihe. „Während der Pandemie konnten wir uns in einer kleinen Gruppe – natürlich unter Wahrung aller Corona-Vorschriften – persönlich treffen“, sagt der Pfarrer. Es sei ein sehr lebendiger Abend mit vielen praktischen Fragen gewesen.

Am Sonntag ab 18.30 Uhr werde es um die Theologie der Psycho-SozialenNotfallversorgung gehen. Inhaltlich viel verraten mag van de Rieth nicht. Nur soviel: Es werde um die konkrete Nächstenliebe gehen, ohne die kein Christentum denkbar sei. Vor allem „die unzähligen Werke, die Menschen einfach tun, weil die Not anderer sie berührt“, so van de Rieth. Die biblische Geschichte des barmherzigen Samariters werde dabei ebenso im Mittelpunkt stehen wie die konkrete Aufzählung aus dem Matthäus-Evangelium: Kranke versorgen, Gefangene besuchen, Arme bekleiden und Hungernden zu Essen geben. Weitere Informationen unter: gdg-korschenbroich.de.