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Korschenbroich: Obsthof Kallen in Glehn geht von guter Obsternte aus

Besuch auf dem Obsthof Kallen in Glehn : Trotz Wetterturbulenzen pralle Obsternte bei Kallen

Die Ernte wird und ist gut: Davon ist die Familie Kallen, die den Schanzerhof in Glehn führt, überzeugt. Das Wetter konnte dem Obst nichts anhaben. Die Äpfel sind sogar so schön wie seit Jahren nicht mehr.

Wie steht es um die Obsternte 2021 – hat der viele Regen im Juli dem Ertrag geschadet? Bruno Kallen, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Ulla in fünfter Generation den Glehner Schanzerhof führt und sich auf Obstanbau spezialisiert hat, sagt: „Der Regen hat unseren Obstsorten überhaupt nicht geschadet. Die Apfelblüte war zwar später als üblich. Die Äpfel sind aber so schön wie seit vielen Jahren nicht mehr.“

Die Stachelbeeren seien ebenfalls vom Frost unbeschadet geblieben und auch die Mirabellen hängen sehr gut wie auch die späten Pflaumensorten. „Bei den frühen Pflaumensorten jedoch haben wir erhebliche Verluste,“ bedauert der 60-Jährige und erklärt: „Wenn von den späten Pflaumensorten unreife, grüne Früchte abfallen, liegt es lediglich daran, dass diese Pflaumen nicht bestäubt worden sind.“

Sein Sohn Thomas Kallen (31), der 2014 seine Qualifikation als Obstbaumeister bestanden hat und seitdem als Mitinhaber in sechster Generation den Fortbestand des Hofes sichert, sagt: „Wir hatten zwar viele kleine Nachtfröste im April, aber keinen wirklich durchschlagenden Frost und zum Glück auch keinen Hagel. Allerdings waren die Bienen zu faul.“ Was ausschließlich mit der kühlen Witterung zu tun hatte und nicht an der Qualität der Bienenvölker von Imker Johann van den Bongard aus Willich lag.

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Insgesamt hatte „Kallen Obst“ in den Pflaumenplantagen 200 Völker zu je 8000 bis 10.000 Bienen stehen und in den Apfelplantagen waren es 80 Bienenvölker. Aktuell bewirtschaftet der Obsthof neben etwa 15 Hektar Land mit Getreideanbau hauptsächlich 90 Hektar mit Obstplantagen. Davon sind 60 Hektar Steinobst wie Aprikosen, Zwetschgen, Pflaumen und Pfirsiche. Weitere 20 Hektar Fläche sind Apfelplantagen. Acht Hektar Johannisbeeren und zwei Hektar Stachelbeeren runden das Angebot ab. Fast alle Äpfel finden im Obstverkauf Schloss Dyck ihre Abnehmer. Ein großer Teil der Zwetschgen, Pflaumen, Johannisbeeren und Stachelbeeren wird durch Marktbeschicker oder Obstläden aus der Region geordert und auch die Genossenschaft bezieht Kallen-Obst. Vorzugsweise sind es rote Johannisbeeren, die deutschlandesweit an Supermärkte wie Rewe und Edeka vertrieben werden.