Oberstehrenabend bereitet Heimatfest vor Pferde und reichlich Marschmusik beim Schützenfest in Glehn

Glehn · Mitgliederversammlung und Oberstehrenabend der Schützen in Glehn: Es gab viele Ehrungen und zudem wurden Neuigkeiten zum bevorstehenden Schützenfest bekannt gegeben.

 Vizepräsident Marcus Lenders, Präsident Thomas Coenen und der ehemalige Vorreiter Johannes Schönges (v.l.) bei dessen Ernennung zum Ehrenmitglied.

Vizepräsident Marcus Lenders, Präsident Thomas Coenen und der ehemalige Vorreiter Johannes Schönges (v.l.) bei dessen Ernennung zum Ehrenmitglied.

Foto: Karin Verhoeven

Einen ganz großen Auftritt hatte am Samstagabend das Tamborcorps „Blüh auf Glehn“ zur Einstimmung auf ein Ereignis, auf das die Schützen des Ortes zwei Jahre verzichten mussten: Der Glehner Schützenverein hatte erstmals wieder seine große Mitgliederversammlung. Verbunden damit war der Oberstehrenabend für Oberst Andreas Erkes.

Der Oberst hatte an diesem Abend sogar mehrfachen Grund zum Feiern, denn er wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt – davon 22 Jahre als Oberst. Sein Oberstadjutant Hans- Georg Francken allerdings musste in Abwesenheit für 50 Jahre geehrt werden. Schützenpräsident Thomas Coenen bedauerte aus tiefstem Herzen: „Der ganz normale Corona-Wahnsinn!“

Eine spektakuläre Ehrung galt – ebenfalls in Abwesenheit – Toni Engels (91), dem Seitenoffizier der Schützengilde „Immerlustig“ , der der älteste Aktive des 800 Mann starken Glehner Regiments ist.

Ein ganz besonderer Programmpunkt: Johannes Schönges, der seit 50 Jahren Schütze ist, ging nach 32 Jahren als Vorreiter in den „Ruhestand“ und wurde zum Ehrenmitglied gewählt. Schönges ist nun das vierte Ehrenmitglied des Schützenvereins. Dazu gehören Ehrenpräsident Hubert Tokloth sowie die Ehrenmitglieder Hermann Buchkremer und Franz-Josef Tappen.

Erstmals fand der Oberstehrenabend im Pfarrsaal und im weitläufigen Außenbereich am Pankratiusplatz statt, wo sich etwa 200 Schützen offensichtlich wohl fühlten. Im Saal selbst mochten sich wegen der sommerlichen Witterung lediglich zirka 110 Schützen aufhalten.

Einige Neuigkeiten: Marcel Maaß ist ab sofort Jägermajor. Beim Schützenfest wird es Pferde geben. Sie kommen erstmals aus einem sauerländischen Stall. Ebenfalls die Kutschen für den Festsonntag wurden im Sauerland geordert.

Straßenmusik wird es ebenfalls genug geben, denn das Tambourcorps Neuss Furth konnte verpflichtet werden. Für die Zeltmusik am Samstag- sowie Sonntagabend wird wieder die Band „Schroeder“ sorgen, für Montag und Dienstag ist es die Band „Sound Convoy“.

Positive Meldungen gab es vom Bau der Großfackeln, denn da haben sich etliche Züge ans Werk gemacht. Großfackeln können immer noch gemeldet werden.

An einen Großfackelbau hat sich auch der junge Grenadierzug „Janz war Feines“ von Oberleutnand Hannes Schönges gemacht. Theoretisch war die Gründung dieses Zugs vor drei Jahren, jedoch werden die 20 Mitglieder das Schützenfest pandemiebedingt jetzt erstmals mitmachen. Das gilt ebenfalls für die 13 Leute vom Grenadierzug „Durchzuch“ von Max Weigelt.

Ganz frisch gegründet ist „Jetzt kütt et“ – ein elf Mitglieder zählender Grenadierzug, der von Oberleutnand Fritz Weeres geleitet wird. Gut, dass der Abend eine Stunde früher begann, denn insgesamt gab es nachgeholt für die Jahre 2020 und 2021 Ehrungen für sechs Jubiläumszüge und 78 Schützen. Die Jubilare des Jahres 2022 werden in drei Wochen geehrt – beim Königsehrenabend am 13. August, der ebenfalls schon um 19 Uhr im Pfarrsaal stattfindet.

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