Korschenbroich: Neues Malstudio für Keramik-Fans

Kunst in Korschenbroich : Neues Malstudio für Keramik-Fans

Kreativ-Werkstatt statt Leerstand: Pascalli Barrawasser hat ihr Geschäft eröffnet.

Ein Malstudio, in dem Kunstfreunde Keramikformen bemalen und nach ihren Vorstellungen selbst gestalten können, gibt es jetzt an der Hindenburgstraße in Korschenbroich. Bereits durch das Schaufenster lachen Kunden dort mehr als 150 Keramikformen an, die sie bemalen können. „Das ist ganz leicht. Jeder kann es – ganz gleich, ob drei oder 99 Jahre alt“, sagt Pascalli Barrawasser. Sie eröffnete das Malstudio, in dem Rohlinge nach Herzenslust mit Pinsel und Farben bemalt oder mit anderen Techniken geschmückt werden können.

Die 37-Jährige kauft die Keramikware ein, die gebrannt, damit schon fest, aber noch rau und offenporig ist. Sind die bemalten Schalen, Gefäße und Tassen getrocknet, werden sie behutsam nachgebessert und flüssig glasiert, bevor sie ein zweites Mal im Brennofen bei 1015 Grad gebrannt werden. Nach diesem Brand und einer Abkühlungsphase ist das Geschirr wasserdicht, lebensmittel- und spülmaschinenfest. Einige Modellstücke geben Anregung.

Mit der Idee bietet die neue Inhaberin für Korschenbroich und Umgebung ein Novum an. Barrawasser ist keine Keramikerin. Nachdem sie ihr früherer Beruf als Filialleiterin im Einzelhandel nicht mehr „glücklich genug“ machte, ließ sie den Gedanken an ein eigenes Keramik-Malstudio reifen. Ihre Idee scheint zu zünden. Das ließ zumindest der muntere Betrieb zur Eröffnungsfeier vermuten.

Etliche Gäste schauten sich nicht einfach nur um, sondern wagten auch gleich einen ersten Versuch, so etwa Alina, die mit ihrer Mutter gekommen war. Die Zwölfjährige malt gerne und lässt sich in Kursen die Techniken erklären. Im Keramik-Malstudio aber malte sie erstmals auf die gewölbte und raue Fläche eines Rohlings. Sie hatte eine kleine Schüssel ausgewählt, deren Oberfläche sie mit dem Pinsel blau ausmalte. Für das Innere plante Alina, ein Dekor mit Punkten unterschiedlicher Größe und Farbe vom einfarbigen Untergrund abzusetzen.

Zu den Eröffnungsgästen zählte Marlies Rippegather vom Raumausstatter gegenüber. „Es gefällt mir, dass das Ladenlokal nicht zum Leerstand wird. Hier können Kunden etwas Neues erfahren und ausprobieren“, sagte sie erfreut über die neue Nachbarin.

(anw)
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