Korschenbroich: Neues Aufnahmeverfahren für Offene Ganztagsschulen

Neue Aufnahmeverfahren in Korschenbroich : So melden Eltern ihr Kind für den Ganztag an

In der Stadt hat sich das Aufnahmeverfahren für den Offenen Ganztag geändert. Was die Gründe sind und was Eltern jetzt beachten müssen.

Vor allem für berufstätige Eltern ist es wichtig, ihr Kind auch nachmittags in guten Händen zu wissen. Offene Ganztagsschulen (OGTS) sind hierbei eine wichtige Ergänzung zum morgendlichen Unterricht. Seit einigen Wochen hat die Stadt Korschenbroich neue Regeln für die OGTS-Aufnahme. Ein Überblick über die generelle Situation.

Was hat sich geändert? Zunächst einmal, dass es überhaupt einheitliche Kriterien für alle Grundschulen im Stadtgebiet gibt. Das war zuvor nicht der Fall. Demnach erfolgt anfänglich eine Auswertung für Kinder, die in Korschenbroich wohnen. Erst danach werden auch auswärtige Kinder berücksichtigt. Besonders wichtig für die Auswahl ist, dass beide Elternteile oder das alleinerziehende Elternteil berufstätig ist. Darüber hinaus spielt eine Rolle, ob bereits Geschwisterkinder an der OGTS teilnehmen. Auch soziale Kriterien wie die Krankheit eines Familienangehörigen oder ein besonderer Förderbedarf können geltend gemacht werden.

Warum wurden die Kriterien neu festgelegt? Die Kriterien wurden laut Stadt eingeführt, weil die OGTS an einigen Standorten an räumliche Grenzen stößt und nicht kurzfristig Abhilfe geschaffen werden kann. Das Angebot ist nah am Kapazitätslimit. Das Verfahren werde durch die Neuordnung zudem transparenter. Das liegt auch daran, dass nun eben nicht wie zuvor jeder Betriebsträger seine eigenen Richtlinien festlegen kann. Es gibt ein Verfahren für alle.

Was müssen Eltern beachten, um ihr Kind fristgemäß anzumelden?

Eltern können die OGTS-Anmeldungen erst ab dem Tag der offenen Tür beziehungsweise ab dem ersten Tag der Schulanmeldung beim jeweiligen Betriebsträger einreichen. Die letzte Frist ist der 15. Dezember des Jahres vor der Einschulung. Danach ist keine Anmeldung mehr möglich. Dem entsprechenden Formular sind Nachweise über die eigene Erwerbstätigkeit beizufügen. Bis spätestens Ende Februar wird dann auf Grundlage der Kriterien über die Aufnahme des Kindes entschieden. Die Reihenfolge des Eingangs spielt für das Auswahlverfahren keine Rolle. Es macht daher auch keinen Sinn, bereits jetzt Anträge für spätere Jahre einzureichen.

Reichen die Kapazitäten aus? Derzeit liegen der Stadt noch keine aktuellen Zahlen für das kommende Schuljahr vor. Allerdings sei ein Anmeldeüberhang an der Andreas-Schule zu erwarten, heißt es. Die Stadt geht davon aus, dass bis zum Sommer 2020 eine Lösung gefunden wird und alle Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen, auch einen erhalten.

Wie ist die Stadt für die Zukunft gewappnet? Ab 2025 soll es einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder geben. Die Stadt Korschenbroich richtet sich daher darauf ein, dass hierdurch und durch die gesellschaftliche Entwicklung der Bedarf weiter steigen wird. Derzeit ist das Angebot noch eine freiwillige Leistung, die allerdings bereits im Schuljahr 2019/2020 für 62 Prozent der Korschenbroicher Schüler in Anspruch genommen wird. Die wachsende Nachfrage dürfte die Einrichtungen vor Ort vor neue Herausforderungen stellen. „Die Stadt Korschenbroich wird jeden Schulstandort einzeln betrachten und ein Konzept entwickeln, um langfristig an jedem Schulstandort ein ausreichendes Betreuungsangebot anbieten zu können“, teilt die Stadt mit.