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Korschenbroich: Neue Skateranlage an der Waldsporthalle geplant

An der Waldsporthalle in Korschenbroich geplant : Neue Skateranlage für rund 80.000 Euro

CDU und SPD sprechen sich für einen neuen Standort an der Waldsporthalle aus. Die Grünen wollen die bestehende Anlage noch nicht aufgeben und sie für Kinder unter 14 Jahren erhalten. Im Hauptausschuss geht das Thema weiter.

CDU und SPD wollen, dass das Thema „Skateranlage“ jetzt endlich abgehakt werden kann: Im Ausschuss für Sport, Kultur und Jugend stimmten sie geschlossen für einen der beiden von der Verwaltung ausgearbeiteten Vorschläge. Eine neue Skateranlage soll auf einer Grünfläche rechts neben der Waldsporthalle entstehen.

Damit dieser Plan schnell umgesetzt werden kann, soll die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Korschenbroich mit der Realisierung beauftragt werden. Dabei nimmt man in Kauf, dass eventuell bestehende Fördermöglichkeiten nicht genutzt werden können.

Die Grünen stimmten dagegen – sie möchten den bestehenden Standort in unmittelbarer Nähe zum Neubaugebiet „An der Niers-Aue“ noch nicht aufgeben, hatten jedoch vergeblich eine Vertagung der Entscheidung beantragt. „Die von uns favorisierte Lösung wäre der Erhalt der bestehenden Skateranlage gewesen“, erklärte Marcel Knuppertz von der SPD. Als würde er die Haltung der Grünen ahnen, fügte er hinzu: „Eine Weigerung, jetzt zu handeln, würde das Problem nur in die Zukunft verschieben.“ Schnell und rechtssicher müsse die Entscheidung sein. Er kritisierte, „aus Prinzip eine andere Meinung zu haben“. Knuppertz sprach sich für die Variante mit der Einbindung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft aus.

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Für Thomas Siegers (CDU) gibt es mit der getroffenen Entscheidung nur Gewinner. Tatsache sei, so sagte der Fraktionsvorsitzende weiter, dass den Beschwerdeführern Kompromisse abgerungen werden konnten. So darf die Skateranlage zunächst weiter genutzt werden. Der Kinderspielplatz bleibt erhalten, ebenso die Streetballanlage an der Albrecht-Dürer-Straße.

„Das bringt ein gewisses rechtliches Risiko, aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind, im Rahmen unserer Möglichkeiten dieses Risiko zugunsten unserer Kinder einzugehen“, sagte Siegers. Zu Gewinnern erklärte er auch die jugendlichen Skater. Sie bekämen jetzt völlig überraschend eine neue Skateranlage: „Davon stand in keinem Wahlprogramm etwas und es gab auch keinen entsprechenden Haushaltsantrag“, so Siegers.

Jetzt eine Entscheidung zu treffen, liege im Interesse der jungen Menschen. Und er lobte auch die Politik: „Wenn wir heute so entscheiden, gehört auch die Politik zu den Gewinnern. Denn wir haben trotz allen Aufruhrs Ruhe bewahrt, haben Rückgrat gezeigt, indem wir alle Möglichkeiten geprüft und ausgelotet haben und können nun eine für alle Beteiligten gute Lösung verabschieden.“

Jochen Andretzky von den Grünen war mit dieser „guten Lösung“ unzufrieden: „Immerhin liegt eine Petition mit rund 3000 Unterschriften vor für den Erhalt des bestehenden Standorts, das kann man nicht so einfach abbügeln“, erklärte er gegenüber unserer Redaktion. Der neue Standort sei zudem nicht ideal gelegen, „weil er relativ weit vom Schuss und nicht gut einsehbar ist“.

Die bestehende, kleine Skateranlage könnte weiterhin für Kinder bis 14 Jahren erhalten bleiben. „Im Hauptausschuss werden wir noch einmal über dieses Thema sprechen“, kündigte Andretzky an. Der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach zeigte sich indes zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis: „Meiner Meinung nach ist die Skateranlage am bestehenden Standort nicht zulässig, selbst wenn die Nutzung auf Kinder bis 14 Jahren beschränkt wird. Ich denke, wir sollten den Blick in die Zukunft richten und etwas Neues und Gutes schaffen.“