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Korschenbroich: Neue Pläne für den Jüchener Bach in Glehn

Entwicklungsplan Kulturlandschaft : Innerörtlicher Grünzug für Glehn

Der Entwicklungsplan Kulturlandschaft sieht für den Jüchener Bach rund um den Ort einige Projekte vor. So soll der Fluss nördlich von Glehn verlegt werden. Auch an die Anbindung an umliegende Erholungsbereiche ist gedacht.

Wenn es um die Zukunft der Bäche und Flüsse in der Stadt geht, dann fällt der Blick auch auf den Teil des Jüchener Bachs, der unmittelbar durch die Siedlungsbereiche von Glehn fließt. Das Gewässer ist dort meist begradigt und ausgebaut. Im vom Rhein-Kreis Neuss erstellten Entwicklungsplan Kulturlandschaft, an dem auch die Stadt Korschen­broich beteiligt war, wird beschrieben, wie die Zukunft des Bachs in Glehn aussehen könnte.

So ist nördlich der Ortslage sogar eine Verlegung des Jüchener Bachs ins Taltiefste geplant. Damit eröffne sich die Chance, einen neuen Landschaftsraum um das Haus Glehn herum zu gestalten. In Kooperation mit dem Erftverband soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, in der die technischen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer Rückverlegung des Baches geklärt werden. Denkbar wäre etwa eine Beweidung der neuen Aue durch Schafe oder andere geeignete Weidetiere.

Der Bach folgt derzeit durch die bebaute Ortslage weitgehend dem historischen Verlauf. Nördlich und im Bereich der Hauptstraße ist er durch heranrückende Bebauung stark eingeengt. Südlich der Hauptstraße wird er von einem Gehölzsaum begleitet. Dort grenzen öffentliche und private Grünflächen sowie der Kirmesplatz an. Eine Zugänglichkeit ist südlich des Kirmesplatzes bis zur Schulstraße im Bereich des renaturierten Gewässerabschnittes nicht gegeben.

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Südlich der Schulstraße, östlich von Scherfhausen, verläuft der renaturierte Bach in einem Waldgebiet im Taltiefsten. Der alte begradigte Bachlauf wird westlich vom Waldgebiet und östlich von gärtnerisch genutzten Flächen begrenzt. Der alte Bachlauf wird dort von einem Weg begleitet und ist öffentlich zugänglich. Der Plan sieht vor, dass der Jüchener Bach in Glehn die Funktion eines innerörtlichen Grünzugs bekommt, der die Anbindung an die umliegenden Erholungsbereiche gewährleisten soll.

Aktuell werden in Glehn unterschiedliche Projekte unternommen, die das Kulturlandschaftsnetz stützen und entsprechend den Zielsetzungen des Netzwerkes ergänzt werden können: Dazu gehören ein Rahmenplan für die Ortsmitte von Glehn, eine fußläufige Wegeverbindung vom Kirmesplatz bis zur Schulstraße sowie eine neu angelegte Obstwiese an der Bendstraße.

Der durchgehende innerörtliche Grünzug entlang des Jüchener Bachs soll ein öffentlicher Freiraum werden, wobei die wesentlichen öffentlichen Einrichtungen wie Kirche, Rathaus und Kirmesplatz eingebunden werden. Gleichzeitig soll ein übergeordneter Verbindungskorridor entstehen zwischen den wertvollen Kulturlandschaftsbereichen Dycker Ländchen mit Kloster St. Nikolaus, den Herrensitzen bei Liedberg und Glehn im Süden und dem Denkmalkorridor Napoleonischer Nordkanal im Norden.

Damit verbunden ist das Ziel, den Jüchener Bach – soweit möglich – naturnah zu gestalten und eine durchgängige Wegeroute zu entwickeln. Die umgebenden Strukturen und Sichträume des Hauses Glehn sollen bewahrt und sensibel entwickelt werden.