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Korschenbroich: Musikkapelle Kleinenbroich spielt in Rom für den Papst

Generalprobe vor der Wallfahrt : Musiker aus Kleinenbroich spielen in Rom für den Papst

Am Freitag geht die Reise los. Zuvor hat die Musikkapelle noch einmal gemeinsam mit dem Bundesschützentambourcorps Gut Klang Hardt geprobt. Beide sind Teil des offiziellen Programms der Schützen-Wallfahrt.

Es ist eine Premiere für die Musiker des Bundesschützentambourcorps Gut Klang Hardt und der Musikkapelle Kleinenbroich. Sie reisen vom 1. bis 3. November mit Hunderten von Schützenbrüdern der „Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen“ (EGS) und der „Ritterschaft vom Hl. Sebastianus in Europa“ zum Papstbesuch. Es ist eine offizielle Wallfahrt der EGS und es sind auch Abordnungen aus verschiedenen Schützenbruderschaften des Bezirksverbandes Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich dabei. Schützenschwestern und Schützenbrüder und ihre Freunde aus Geistlichkeit, Politik und Unternehmen freuen sich seit Monaten auf den Besuch, weil man Freude an der Gemeinschaft hat und die Ewige Stadt aus dem christlichen Blickwinkel erleben kann.

Neben privaten Zusammenkünften und einem ausführlichen Besichtigungsprogramm steht die Wallfahrt an erster Stelle; vorrangig bei den Musikgruppen aus Kleinenbroich und Hardt. Sie müssen „arbeiten“, weil am Samstag, 2. November, zunächst die Parade aller Schützen und Musikgruppen ab Engelsburg bis zum Petersplatz stattfindet und es dort, zum musikalischen Abschluss des Umzugs, den Großen Zapfenstreich gibt. Am Sonntag nehmen die Kleinenboicher nach einem wiederum gemeinsamen Aufmarsch musikalisch am Angelusgebet mit dem Papst teil.

Im vergangenen Jahr erhielten beide Musikgruppen die Zusage der EGS, dass sie als europäische Vertreter die Romwallfahrt musikalisch unterstützen sollen. „Dies ist das erste Mal, dass unseren Vereinen diese Ehre zuteil wird“ sagt Stefan Fragen, Vorsitzender der Kleinenbroicher Musiker. Er wird mit Siegfried Hüpkes, Tambourmajor des Hardter Tambourcorps, die Gruppen nach Rom führen. Nervös sind sie deshalb jedoch nicht. Diverse Schützenfest-Auftritt schaffen Routine. Trotzdem: Solch eine Gelegenheit kommt nie wieder. Also wird emsig geprobt, vergangenen Mittwoch sogar gemeinsam in der Aula des Korschenbroicher Gymnasiums. Und es hat wunderbar geklappt. Tambourmajor Siegfried Hüpkes und Kleinenbroichs Dirigent Matthias Hülser waren mit ihren Musikern zufrieden. Hüpkes: „Nervös sind wir nicht und was mich als Tambourmajor angeht, so habe ich mir bei unseren Auftritten einen Tunnelblick angeeignet. Ich sehe dann nur noch meine Musiker. Das Drumherum ist mir egal, trotz Papst.“

Etwas mehr üben musste die Musikkapelle aus Kleinenbroich, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, die 30 Musiker spielen nach dem Zapfenstreich vor dem Petersdom noch die Hymnen von Italien, dem Vatikanstaat, den Niederlanden (Heimat des Europakönigs) und die Europahymne. Eingeübt haben beide Vereine zusätzlich einige Märsche, die als Zugabe in Frage kommen.