Korschenbroich: Musiker helfen mit Lichtblicke-Show Kindern in Not

Lichtblicke-Show : Korschenbroicher Musiker helfen Kindern und Jugendlichen

Der Erlös der zweiten Lichtblicke-Show im Haus Schellen in Pesch kommt unverschuldet in Not geratenen Familien der Stadt zugute. Das Publikum bekam ein umfangreiches Musikprogramm geboten.

Auch in Korschen­broich gibt es Kinder und Jugendliche in Not. Gerade in einer als wohlhabend geltenden Kommune falle es Betroffenen schwer, über ihre Sorgen zu sprechen. Da würden stattdessen eher Ausreden vorgeschoben, wenn etwa das Geld für die Klassenfahrt fehlt, sagte Kreisjugendamtsleiterin Marion Klein zu Beginn der Lichtblicke-Show im Restaurant Syrtaki. Hier stemmten Korschenbroicher Musik-Talente ein umfangreiches Programm. Der Erlös ist zu hundert Prozent für Kinder und Jugendliche bestimmt, die unverschuldet in Not geraten sind.

„Jeder Cent kommt an“, betonte Veranstalter und Moderator Michael Holm im Dank an Sponsoren und Akteure. Erfreut über den voll besetzten Saal unterstrich Bürgermeister Marc Venten, dass die nun zweite Korschenbroicher Lichtblicke-Show die Projekte der seit 21 Jahren bestehenden Aktion Lichtblicke transparenter mache.  „Das Geld bleibt in unserer Stadt und kommt unseren Bürgern zugute, die es nötig haben“, garantierte der Schirmherr. Manfred Rütten vom Spendenbeirat der Aktion berichtete, dass die Höhe der Fördergelder abhängig sei von der Schwere der Notlage und der Kinderzahl in den betroffenen Familien. „Das Geld wird nicht bar ausgezahlt, sondern im Kontakt mit der Diakonie und Wohlfahrtsverbänden treuhänderisch verwaltet, um die zweckgebundene Anwendung sicherzustellen“, sagte Rütten. Als Hauptursachen für finanzielle Not nannte er Arbeitslosigkeit, Scheidung und Krankheit.

Für die beteiligten Bühnenakteure war es eine Selbstverständlichkeit, mit ihren Talenten unentgeltlich zu helfen. Ebenso freuten sie sich über die Plattform. „Es ist gut zu wissen, dass man mit seiner Musik etwas erreichen kann und nicht nur Unterhaltung macht. Natürlich freut es mich auch, ein Forum zu haben, bei dem man Leute kennen lernen kann“, sagte Jonathan Druwen. In eigenen Stücken bewies der 17-jährige Sänger und Gitarrist eine Vorliebe für Alternative Rock, Pop Punk und Musik im Stil der 1990er Jahre. Es sei ihr eine Ehre, als Kleinenbroi­cherin gefragt worden zu sein, mit ihrer Musik die Heimat zu repräsentieren und für die Menschen vor Ort etwas tun zu können, betonte Jona Krummen (17). Die Sängerin der Band „Whatever“ der Musikschule Rhein-Kreis Neuss gestaltete zu Jonathans Gitarrenspiel ein selbstbewusstes Warmup mit markanter und doch warm leuchtender Stimme.

Zu den Etablierten der Szene zählte die Rock- und Soulballadensängerin Joana Kolibri, Jahressiegerin der Linus-Talentprobe 2016. Die generationsübergreifende Mixtur der Solisten und Ensembles von jugendlichen Newcomern bis zu reiferen Semestern garantierte der Show ein altersmäßig gut durchmischtes Publikum.

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