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Korschenbroich: Museum der Heimatfreunde Glehn begeht Zehnjähriges

Heimatgeschichte in Korschenbroich-Glehn : Heimatmuseum feiert sein zehnjähriges Bestehen

In der neuen Ausstellung sind Exponate aus der Schuhmacher-Werkstatt von Willi Erkes zu sehen. Zum runden Geburtstag des Museums ist am 17. Mai unter anderem eine Dokumentation zur Entstehungsgeschichte geplant.

Das Jahr 2020 steht bei den Glehner Heimatfreunden ganz im Zeichen des runden Geburtstages „Zehn Jahre Heimatmuseum“. „Wir bieten am 17. Mai von 14 bis 17 Uhr eine ganz besondere Ausstellung, nämlich einen repräsentativen Querschnitt durch alle bisherigen Ausstellungen der vergangenen zehn Jahre sowie eine Dokumentation der Entstehung unseres Museums im Alten Rathaus“, erklärt Gerhard Tumma, der viele Jahre Ideengeber und Organisator für die Ausstellungen war.

In dieser Dokumentation werden auf Fotos all die Leute zu sehen sein, die vor zehn Jahren auf der „Baustelle Heimatmuseum“ kräftig mit angepackt haben. Da mit großem Interesse zu rechnen ist, wird die Präsentation nochmals am 28. Juni zu den gewohnten Öffnungszeiten des Museums von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein.

Zunächst steht am 23. Februar von 14 bis 17 Uhr der Glehner Schuhmacher Willi Erkes im Mittelpunkt. Die Ausstellung ist bereits im Aufbau. Erkes war im Mai 2019 im Alter von 84 Jahren verstorben und zählte zu den Glehner Institutionen. Tumma, der zu den Leuten vom Archivkreis um Archivar Stephen Hendy gehört, erzählt ganz begeistert: „Wir haben die gesamte Werkstatteinrichtung übernehmen können und werden nun alles in die Ausstellung über den Schuhmacher einbringen, was beweglich ist – also was transportiert werden kann.“ Willi Erkes habe auch selbst Schuhe gefertigt „und es gibt eine interessante und detaillierte Dokumentation mit allen Entstehungsschritten“.

Diese Ausstellung wird nochmals am 29. März sowie am 26. April jeweils von 14 bis 17 Uhr im Heimatmuseum zu sehen sein. Auf die darauf folgende Ausstellung „Die Glehner Kirchstraße im Wandel der Zeit“ freuen sich die Heimatfreunde ganz besonders, denn Martha Lipgens hatte ihren vor einigen Jahren in Glehner Platt verfassten, teils nachdenklichen und teils höchst amüsanten Vortrag auf Hochdeutsch übersetzt und bei der letzten „Lampefier“ zum Besten gegeben. Da ist unter anderem zu erfahren, dass die Tür vom Bauernhof „Weyisch“ immer sperrangelweit offenstand. Und so war es kein Wunder, dass sich ein Huhn von dort über die Kirchstraße in die Pfarrkirche St. Pankratius verirren konnte und später im Beichtstuhl gefunden wurde.

Diese Ausstellung ist an den Museumstagen im August, September und Oktober zu sehen. In einem Begleitheft zur Ausstellung wird es ein Heft mit dem Original-Text von Martha Lipgens „op Platt“ und auf Hochdeutsch sowie einen Bilderanhang geben.

Für den ersten Advent (29. November) von 11 bis 17 Uhr gibt es im Museum eine große Krippenausstellung aus Beständen Glehner Bürger. Wegen des zu erwartenden Andrangs ist die Ausstellung zusätzlich auch am 28. November ab 14 Uhr geöffnet. Im Juli macht das Heimatmuseum im Alten Rathaus an der Bachstraße übrigens Sommerpause.