Korschenbroich: Mögliches Bauland am Holzkamp

Korschenbroich : Mögliches Bauland am Holzkamp

Die Bezirskregierung ändert den Regionalplan für Wohnen und Gewerbe. 

Der Regionalplan hat erst im April diesen Jahres Rechtskraft erlangt. So einiges, was sich die Stadt Korschenbroich gewünscht hatte, fehlt dort. Jetzt werden die Karten zum Teil neu gemischt, weil die Bezirksregierung Düsseldorf eine erste Änderung des Regionalplans anstrebt. Es ist beabsichtigt, neue Allgemeine Siedlungsbereiche im Einzugsgebiet der Haltepunkte des Personennahverkehrs zu generieren. Es geht dabei um künftige Wohnbauflächen, aber auch um Gewerbeflächen, wie sie in Korschenbroich dringend benötigt werden. Erste Gespräche mit Vertretern der Bezirksregierung haben stattgefunden. Die Verwaltung informierte jetzt im Planungsausschuss darüber, die Fraktionen werden bald zeitnah darüber beraten. In Bezug auf die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen zeichnet sich nach jetzigem Stand folgende Lösung ab: Im Bereich „Am Holzkamp“ sollen Areale, die für eine Gewerbeansiedlung vorgesehen werden, in Bauland umgewandelt werden.

Der Grund: Die Wohnbebauung ist mittlerweile zu dicht an diese Flächen herangerückt. Die Bezirksregierung achtet darauf, dass keine zusätzlichen Gewerbeflächen ausgewiesen werden. Wenn im Holzkamp weiteres Gewerbe künftig tabu ist, könnten die Gewerbegebiete Glehner Heide und Hasseldamm um genau die Fläche wachsen, die am Holzkamp aufgegeben wird. Nicht gefolgt war die Bezirksregierung den Vorstellungen der Stadt Korschenbroich, am Hasseldamm auch emittierende Industrien zuzulassen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wolfgang Houben (Die Grünen) begrüßte das: „Das Gewerbegebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet und einer Wasserschutzzone.“ Rudolf Graaff (CDU) betonte die Bedeutung der Ausweisung der kleinen Ortsteile als Allgemeine Siedlungsbereiche: „Das ist wichtig für die Entwicklung dieser Ortsteile“, so Graaff. Auch hier ist offenbar etwas möglich. Der Beigeordnete Georg Onkelbach betonte aber folgendes: „Noch ist alles völlig unverbindlich.“ Allerdings steht schon jetzt fest, dass neuerdings die kleinen Ortslagen im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplanes als wichtiger Eckpunkt des Verfahrens hervorgehoben werden.  Die Initiative der Bezirksregierung heißt „Mehr Wohnbauland am Rhein“. Erste Gespräche hatten bereits am 18. Mai stattgefunden. Mit dabei waren Vertreter der Stadt Korschenbroich, des Rhein-Kreises Neuss und der Bezirksregierung.

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