Korschenbroich: Maxim Papric ist ein junger Food-Truck Unternehmer

Junger Unternehmer aus Korschenbroich : Food-Truck mit Technik der Sterneküche

Maxim Papric hat sich einen Jugendtraum erfüllt. Mit seinem Food-Truck bedienen er und seine Freundin Gäste bei Familienfeiern und beim Mittagslunch in Gewerbegebieten. Er sieht darin eine Alternative zum Buffet-Angebot.

Schon als Kind hatte er Freude am Kochen. „Mit zwölf oder 13 Jahren habe ich bei Bekannten als Mietkoch gearbeitet, wenn Gäste da waren. Da habe ich schon Vier-Gänge-Menüs gekocht.“ Heute ist Maxim Papric 22 Jahre alt und gehört mit seinem Food Truck, dem er den Namen "StreetQuizine" gegeben hat, zu den jüngsten Unternehmern in der Systemgastronomie. Gemeinsam mit seiner Freundin Joy Marx ist er in der Region, aber auch deutschlandweit unterwegs, um Menschen genussvoll zu verwöhnen. „Mein Wunsch war es schon immer, etwas in der Gastronomie zu machen.“ Dennoch: Nach dem Wirtschaftsabitur in Neuss überredete ihn sein Bruder, es in der Immobilienbranche zu versuchen. „Ich habe in einem Unternehmen in Düsseldorf meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann gemacht, habe dann aber gemerkt, dass dieser Beruf nicht der richtige für mich ist.“

Mit Unterstützung seines Vaters baute er einen Lieferwagen in einen vollwertigen Food Truck um. „Ich habe die Geräte, die ich brauche, selbst zusammengestellt.“ Der Start war dann im Mai 2018 und schon beim Herbstfest war Papric auch in Korschenbroich und zuvor in Büttgen mit seinem Truck unterwegs. Wenn der Wagen mal Pause hat, steht er im Gewerbegebiet in Glehn, wo StreetQuizine seine Zentrale hat. Und das ist drin im umgebauten Lieferwagen: „Wir haben einen sehr großen Kühlschrank für die Vorräte, weil wir auch Großveranstaltungen mit 300 bis 400 Gästen beliefern.“ Hinzu kommen ein klassischer Gasherd, eine große Kühltheke, Warmhaltebecken, zwei verschiedene Grillplatten, eine glatte und eine geriffelte sowie ein Suvit-Garer, der mit Wasser gefüllt eine Temperatur exakt halten kann. „Das ist eine Garmethode aus der Sterneküche, man kann damit Fisch, Fleisch oder Gemüse auf die Temperatur genau mit Gewürzen, Kräutern und gutem Öl garen. Vorher wird das Produkt vakumiert, so dass kein Geschmack entweichen kann.“

Maxim Papric sieht sein Angebot universell aufgebaut, denn „unsere Palette an Speisen reicht vom Burger über mexikanische Burritos bis zu einem orientalischen Konzept mit Fladenbrot und israelischem Humus.“ Hinzu kommen Salate, selbstgemachte Soßen und klassische Gerichte, wie etwa eine Rinderhüfte mit Gemüse. „Wir haben ein sehr breites Spektrum an Zielkunden“, sagt Papric. Das reicht von der Hochzeitsgesellschaft über den Mittagslunch für Unternehmen an den Wochentagen bis zu Geburtstagen und Familienfeiern am Wochenende. „Im Februar war ich für vier Wochen in NRW, Hessen und Niedersachsen unterwegs. Ich habe dort die Roadshow eines Unternehmens begleitet, das neue Produkte vorgestellt hat.“ Das sei so gut gelaufen, dass Papric auch im Mai und Juni von diesem Unternehmen gebucht wurde.

Die Kunden gewinnt der Jung-Unternehmer in der Hauptsache über seine Internetseite. „Wir haben ein junges Publikum und da läuft viel online.“ Dabei rechnen sich die Preise für den Jungunternehmer, der nur hochwertige Produkte anbieten möchte. „Im Privatkundenbereich liegen wir etwa bei 15 Euro pro Kopf. Das ist ein Pauschalpreis und jeder kann dann so viel essen, wie er mag.“ Papric glaubt daran, dass Food-Trucks eine gute Zukunft haben. „Es hat sich zu einer Alternative zu einem klassischen Buffet entwickelt und wird sehr gut nachgefragt.“

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