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Korschenbroich: Lesung mit Hund als Co-Autor von den Literaturkritikern Denis Scheck und Christina Schenk

Korschenbroich liest : Lesung von Literaturkritiker-Paar mit Hund als Co-Autor

In der Reihe „Korschenbroich liest“ präsentierten Literaturkritiker Denis Scheck und seine Frau Christina Schenk ihr neues Buch. Mit dabei: Hund „Stubbs“ – dem Jack Russel schreiben sie eine Co-Autorenschaft zu.

Das Impressum verrät, dass ein Hund mit im Spiel ist. „Man sollte immer wissen, an welchen Baum man pisst“, steht da. Ironische Einschüsse in gesetzlich vorgegebenen Angaben sind Vorboten für einen amüsante und lebenskluge Liebesgeschichte zwischen einer Frau, einem Mann und einem Jack Russel namens Stubbs. „Der undogmatische Hund“ heißt das Buch des Autorenpaars Denis Scheck und Christina Schenk. Es erlaubt einen Blick auf Welt und Literatur auch aus Sicht des Hundes. Zur Lesung in der Reihe „Korschenbroich liest“ kamen sie als Trio – mit dem Jack Russel, dem sie eine Co-Autorenschaft zuschreiben.

Die Lesung im Pfarrzentrum St. Andreas begann, nachdem für den zwölfjährigen Vierbeiner sein Deckchen ausgebreitet und der Wassernapf gefüllt war. Entgegen ihrer Gewohnheit habe sie – ohne das Buch zu kennen – den Literaturkritiker Scheck und seine im gleichen Metier tätige Frau zur Lesung einzuladen, bekannte „Korschenbroich-liest“-Initiatorin Rita Mielke. Das Paar las und erzählte im Wechsel, ergänzte oder kommentierte einander. Zur Ähnlichkeit der Namen merkte Scheck an, dass die Klärung der Unterschiede bei der ersten Begegnung eine beinahe linguistische Meisterleistung gewesen sei. Das Paar eröffnete den Lese-Part mit Emails an die Verlegerin, die dem ersten Kapitel vorangestellt sind. Der Einstieg sei eine medial „aufgehübschte“ Hommage an Kurt Tucholsky, der seinen Roman „Schloß Gripsholm“ mit einem fiktiven Briefwechsel zwischen Autor und Verleger beginnt, erklärte Scheck.

  • Der Literaturkritiker Denis Scheck und seine
    Im Pfarrzentrum St. Andreas und im Kulturbahnhof : „Korschenbroich liest“ lädt zu zwei Lesungen ein
  • Von links: Klaus Stickelbroeck, Ingo Hoffmann,
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  • Aquarell von Oswald Egger aus „Entweder
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Hund Stubbs schwieg die meiste Zeit, begnügte sich allenfalls mit leisen Tönen und fröhlichem Schwanzwedeln. Er sei noch ein wenig indigniert, da er nach dem ersten medialen Auftritt als Fox Terrier bezeichnet wurde, verriet Schenk. So las sie denn auch die Stubbs zugeschriebenen Partien, die passend zu dessen Geburtsort im handfesten Ruhrpott-Deutsch geschrieben sind und entsprechend vorgetragen wurden. Die ausgewählten Partien verraten viel über Stubbs besonderes Interesse an Hunden der Weltliteratur wie an Bauschan aus Thomas Manns Buch „Herr und Hund“.

Die Zweibeiner wurden mit Blumen und Wein bedacht, der Hund mit Leckerli.