Korschenbroich: Labooyo vernetzt Dienstleister

Firmen in Korschenbroich: Ein Netzwerk für kleine Dienstleistungen

Das Start-up-Unternehmen Labooyo bietet eine Internetplattform mit Hilfen für einfache Arbeiten. Die reichen von Handwerkerdiensten über Partyservice bis hin zu Umzugshilfen. Das Angebot ist auf die Region Düsseldorf beschränkt.

Carola Tybel (35) und Philippe Tchere (36) aus Kleinenbroich haben vor kurzem ihre Geschäftsidee umgesetzt und sind mit dem, was sich seitdem getan hat, sehr zufrieden. „Labooyo“ heißt ihr „Kind“, von dem sie hoffen, dass es schnell wächst und gedeiht. Die Idee klingt überzeugend: Die beiden Kleinenbroicher wollen über ihre Plattform Menschen zusammenbringen, die eine Dienstleistung benötigen und solche, die in der Lage sind, das entsprechende Problem zu lösen.

Beide haben so ihre Erfahrungen gemacht: Wer kommt, wenn der Wasserhahn tropft, wenn es gilt, ein Bild an die Wand zu nageln oder wenn der Gastgeber keine Lust hat, selber den ganzen Abend am Grill zu stehen? Es sind kleine, überschaubare Dienstleistungen, um die es bei „Labooyo“ geht, keine umfassenden Aufträge wie beispielsweise eine Haussanierung – Arbeiten, für die ein Handwerker ungern zeitnah vorfährt. „Wir fokussieren uns am Anfang auf den Großraum Düsseldorf“, sagt Carola Tybel, die zuletzt als Schulsozialarbeiterin gearbeitet hat und sich nun ins Start-up-Abenteuer gestürzt hat. Philippe Tchere, der von der Elfenbeinküste stammt, geht noch seinem Beruf als After-Sales-Manager bei einem Düsseldorfer Telekommunikations-Anbieter nach. Von ihm stammt auch der Name „Labooyo“: „Das bedeutet auf den Philippinen so viel wie Chilischote“, sagt der Jungunternehmer, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt.

  • Thalia-Theater Korschenbroich : Flirten will gelernt sein

Es gibt sie in großer Zahl, die Menschen, die keine Zeit oder keine Lust haben oder nicht über die entsprechenden Geräte oder Kenntnisse verfügen, um kleinere Reparaturen im Haus oder in der Wohnung zu erledigen oder die anderweitig Hilfe brauchen. Im Mittelpunkt sollen zunächst folgende Bereiche stehen: Handwerker-Service, Partyservice vom Grillmeister über den Kellner bis zum DJ und Umzugshilfen. Aber auch andere Leistungen sollen nachgefragt werden können wie Rasen mähen, Einkäufe erledigen oder Unterstützung, wenn der PC nicht funktioniert. Bestimmte Anforderungen muss derjenige, der sich etwas dazuverdienen möchte, erfüllen: „Er muss in der Stadt, in der er lebt, ein Gewerbe anmelden, das kostet einmalig zwischen 20 und 60 Euro“, erklärt Carola Tybel. Für manche Tätigkeit bedürfe es einer Zulassung. Wer bei „Labooyo“ arbeitet, ist übrigens kein „Schwarzarbeiter“: Da wechselt kein Bargeld den Besitzer, alle Zahlungen laufen über einen zertifizierten Zahlungsanbieter, 15 Prozent der Rechnungssumme halten die beiden Kleinenbroicher als Provision ein.

Einige Kunden hat „Labooyo“ schon. Der Auftraggeber beurteilt die Qualität der Leistung auf der Plattform, das gibt anderen Nutzern Sicherheit. Jeder, der seine Arbeit anbietet, legt seinen Stundenlohn selber fest. Alle Infos zum Unternehmen gibt es online unter www.labooyo.de.

Mehr von RP ONLINE