Korschenbroich: „Kunstweiber“ im Sandbauernhof

Ausstellung in Korschenbroich : „Kunstweiber“ im Sandbauernhof

Von Malerei bis Mosaik: Fünf Künstlerinnen stellen in Liedberg ihre Arbeiten vor. Eröffnung ist am 25. Oktober.

(NGZ) Bereits zum zweiten Mal stellen die „Kunstweiber“ Erika Wildtraut, Heike Plohs, Hilla Baecker, Jessica Zugehör, Ursula Breuer-Kieven zusammen im Sandbauernhof in Liedberg aus. Neu dazugekommen ist Heike Flint. So unterschiedlich die „Kunstweiber“ sind, so unterschiedlich ist auch deren Kunst. Schon bei der Eröffnung am 25. Oktober, 19 Uhr, gibt es statt langer Reden einen kleinen Film, in dem die „Kunstweiber“ sich und ihre Kunst vorstellen.

Die Arbeiten von Erika Wildtraut sind Materialbilder, die als raumplastische Werke der Fantasie und den Gefühlen des Betrachters Raum lassen. Die Bilder der Künstlerin entstehen aus der Lust heraus kreativ zu sein. Erika Wildtraut arbeitet mit Acrylfarbe auf Leinwand, oft mit Holz, Blei, rostigem Material, Steinen und Strukturpasten.

Die Künstlerin Heike Flint hat gerade das Studium zur zertifizierten Mosaikkünstlerin abgeschlossen und zeigt erstmals in einer Ausstellung ihre Mosaikkunst. Hierbei verwendet sie Materialien wie Natursteine, Glas, Smalten und Fliesen - sehr gerne auch im Mix.

Heike Plohs entwickelt ihre Bilder in der Kombination aus Monotypie, Malerei und zeichnerischen Elementen mit Gelstiften. Emotionen, Gesten und Beobachtungen werden dadurch atmosphärisch und ausdrucksstark eingefangen. In der Ausstellung zeigt die Korschenbroicherin neben figürlichen Themen vor allem die Abstraktion.

„Nur wer nicht alles zeigt, bleibt geheimnisvoll“, sagt Hilla Baecker über ihre Fotokunst. Die Fotografin verwandelt ihre Fotos am PC zu teilweise abstrakten, aber auch figürlichen Gemälden. Baecker reduziert sich dabei auf das Wesentliche, experimentiert aber mit Farben und Formen. Die in Konstanz aufgewachsene Künstlerin Jessica Zugehör ist inspiriert vom Bodensee und der Umgebung. Während sie anfangs vorwiegend in Aquarell und Acryl malte, stellt sie heute ihre Farben selbst her und malt inzwischen in Eitempera. Ihre Motive in der Malerei, die sie zeitweise mit Fotografie kombiniert, sind vielfältig. Von Blumen, Architektur, Menschen und Landschaften nimmt sie jede Herausforderung an.

Ursula Breuer-Kieven zeichnet und malt gerne. Zum Einsatz kommen bei ihr Acrylfarben und Pastellkreide. Schwerpunkte der Arbeit von der Künstlerin Breuer-Kieven sind Materialien wie Perlen, alte Garne, Federn und andere Fundstücke, die sie bei Spaziergängen entdeckt. Zusammengefügt, farblich gestaltet, entstehen auf Keilrahmen oft kleinformatige Exponate.

Die Ausstellung im Sandbauernhof ist Samstag, 26. Oktober und Sonntag, 27. Oktober, jeweils von elf bis 18 Uhr geöffnet.

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