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Korschenbroich: Krippenprojekt in Pesch lockt 600 Besucher an

Biblische Erzählfiguren : Neues Krippenprojekt in Pesch lockt 600 Besucher an

Mehrere Wochen hatten Gemeindemitglieder und andere Interessierte in St. Marien neue biblische Erzählfiguren gestaltet. Jetzt ziehen die Organisatoren eine erste Bilanz.

Krippe mal anders: Unter diesem Motto fand in St. Marien ein besonderes Krippenprojekt statt. Mehrere Wochen im Herbst und Winter hatten Gemeindemitglieder und andere Interessierte neue biblische Erzählfiguren unter Leitung von Projektleiterin Johanna Bolten gestaltet. Biblische Erzählfiguren (auch bekannt als Egli-Figuren) sind kunsthandwerkliches Hilfsmittel zur Darstellung und zum Erzählen biblischer Geschichten. In verschiedenen Größen werden sie bei Bibelarbeit, Unterricht, Seelsorge oder Ausstellungen benutzt, um die Geschichten der Bibel anschaulich und begreifbar zu machen. Sie haben kein Gesicht, um sie von ihrem Ausdruck her nicht festzulegen. Gefühle und Absichten werden durch Körpersprache ausgedrückt.

Die Verantwortlichen des in Korschenbroich neuartigen Krippenprojekts, Künstlerin Johanna Bolten, die Initiative „Netzwerkkirche“ und die Gemeinde St. Marien, sind mit der ersten Bilanz sehr zufrieden. Über 600 Menschen sahen in den vergangenen vier Wochen die Krippe – allein 250 Interessierte besuchten die Krippe zu den Sonderöffnungszeiten samstags und sonntags. Die Besucher spendeten rund 100 Euro für das Projekt. Zudem entstand während des Projekts eine neue Form der Gemeinschaft.

In den Workshops entdeckten die Teilnehmer neue Talente und Fähigkeiten. Sie kamen während des Gestaltens und beim Besuch der Kirche miteinander und mit fremden Menschen ins Gespräch. So sei ein Ziel der Initiative „Netzwerkkirche“ erreicht, betont deren Sprecher Christoph Sochart, denn: „Die Netzwerkkirche bringt Menschen zusammen, die nach neuen, kreativen Wegen suchen, Gemeinschaft mit Gott und mit Menschen zu leben. Sie ist ein Ort der Begegnung und Vernetzung. Suchende und Gläubige, von der Kirche Begeisterte und Enttäuschte, Christen und Nichtchristen können hier ihre Talente entdecken und leben.“ Im Januar wird das Projekt reflektiert und eine mögliche Fortsetzung besprochen.

(NGZ)