Korschenbroich: Konzert des Preisträgers des Orgelwettbewerbs

Musik in Korschenbroich: Orgelkonzert mit Preisträger

In der Pfarrkirche St. Andreas trat Marc Jaquet auf. Er gewann den Orgelwettbewerb.

Hochklassige Orgelmusik präsentierte der Preisträger des internationalen Orgelwettbewerbs in der Pfarrkirche St. Andreas. Kirchenmusiker Marc Jaquet (35) löste damit die mit seinem Gewinn verbundene Konzerteinladung nach Korschenbroich ein. „Es ist eine besondere Situation, als Preisträger wieder an diese Orgel zurückzukehren“, sagt Jaquet. Der Orgelwettbewerb wird veranstaltet vom Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas. Er findet im Zweijahresrhythmus gemeinsam mit den Internationalen Orgelwochen statt. Die Preisträger spielen nach dem Wettbewerb auf Einladung noch ein Konzert in St. Andreas. Nun füllte Marc Jaquet den Kichenraum mit französischen Klängen: Werke von Komponisten der Romantik und des 20. Jahrhunderts standen auf dem Programm. „Die Akustik in St. Andreas bietet sich für solche Stücke an. Das harmoniert gut“, beschreibt der in Köln und Lübeck ausgebildete Jaquet die Zusammenstellung des Programms.

„Es ist ein angesehener Wettbewerb, der hier ausgerichtet wird. Er unterstreicht die Bedeutung der Orgel“, beschreibt Rita Mielke das Gewicht des Wettbewerbs. Die stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises für Orgelmusik führt auch durch das Konzert. Die „Gewandtheit am Spiel der Königin der Instrumente“, die sie Marc Jaquet zuschreibt, kann das Publikum an diesem Abend selbst erleben. Mit Werken der französischen Organistenschule der Hoch- und Spätromantik sowie des 20. Jahrhunderts präsentierte Jaquet einen Eindruck von den Möglichkeiten, die das Orgelspiel bietet. Von sanften Passagen in einer Méditation von Maurice Duruflé bis zum großen Finale der Orgelsymphonie Nr. 5 Charles-Marie Widors bot das Konzert einen Einblick in die französische Orgelmusik.

Die 1953 im Zuge des Wiederaufbaus der Pfarrkirche erbaute Orgel ist älter als manche der aufgeführten Stücke. „Der internationale Orgelwettbewerb und die Orgel selbst begründen den weit über den Ort hinausgehenden Ruf der Kirchenmusik an St. Andreas“ Auch die Zukunft der Orgel stimmt positiv: Ab 2019 wird sie saniert und modernisiert, damit auch in der Zukunft die Möglichkeit musikalischer Glanzlichter innerhalb und außerhalb von Gottesdiensten sichergestellt ist.

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