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Korschenbroich: Konfirmation am 8. Mai im Freien

Der Samstag vor Muttertag ist Tradition in Korschenbroich : Open-Air-Konfirmationsfeier unter neuem Zeltdach

Coronabedingt steigt die Veranstaltung in Kleinenbroich in diesem Jahr nicht im Martin-Luther-Haus. Der neue Ort soll auch für andere Events genutzt werden.

Der Samstag vor Muttertag ist in der evangelischen Gemeinde traditionell gesetzt als Tag der Konfirmation. Das soll auch in diesem Jahr so sein. Mit Rücksicht auf Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen wird die Feier am 8. Mai mit 17 Konfirmanden und deren Angehörigen allerdings nicht im Martin-Luther-Haus, sondern davor unter einem elektrisch ausfahrbaren Zeltdach stattfinden. Das soll in Zukunft auch für weitere Anlässe und Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir immer einen festen Termin einhalten konnten. Bei aller Unsicherheit in dieser Zeit ist es uns wichtig, Verlässlichkeit anzubieten und zu erhalten, was fester Bestandteil geworden ist“, sagt Pfarrer Gernot Wehmeier. Sein Konfirmandenunterricht wurde in Videokonferenzen von zehn jugendlichen Teamern begleitet.

„Die jungen Teamer kennen die Sprache der Jugend und können ihrem 62-jährigen Pfarrer wertvolle Unterstützung geben“, so der Geistliche zur Vorbereitungsarbeit auf das Fest. Zu seiner großen Freude konnten die Kosten in Höhe von 32.000 Euro für das 160 Quadratmeter große Segeldach durch eine erfolgreiche Spendenaktion in der Gemeinde finanziert werden.

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„Der Bereich wird sehr schön geschmückt mit Blumen und Bäumen“, verspricht der evangelische Geistliche den Konfirmanden und ihren Eltern einen angemessenen Rahmen. Zur Feier sollen die Konfirmanden in Zweiergruppen vortreten und nacheinander eingesegnet und konfirmiert werden. Auch die nächsten Verwandten hätten bei dieser Lösung genügend Raum, um auf Abstand zu stehen, versichert Wehmeier.

Verwandte, die in der aktuellen Situation eine lange Anfahrt vermeiden wollen, erhalten einen Link zur Videoaufnahme der Konfirmation, damit auch sie teilhaben können. „Es ist natürlich schade, dass es nicht die große Feier geben kann. Darüber sind wir traurig und doch auch zugleich dankbar, den Termin nicht verschieben zu müssen“, erzählt der Pfarrer. Ihm ist es wichtig, den Jugendlichen gerade jetzt klar zuzusprechen. Konfirmiert haben sie das Recht, Pate zu werden, in kirchlichen Angelegenheiten zu wählen und innerhalb der Landeskirche als vollwertiges Mitglied ins Presbyterium gewählt zu werden, um das kirchliche Leben vor Ort mitzugestalten, betont Wehmeier.