Korschenbroich: Kita in der Niers-Aue mit Provisorium gestartet

Im Korschenbroicher Neubaugebiet : Kinder erkunden neue Kita-Container

Die ersten Familien haben mit einer Woche Verzögerung mit der Eingewöhnungsphase im Kita-Provisorium Niersaue begonnen. Viele sind positiv überrascht von den neuen Räumen. Das Team der Lebenshilfe erhält viel Lob für seine Arbeit.

Die ersten Spiele sind ausprobiert, die ersten Mahlzeiten an den neuen Tischen eingenommen, und die ersten Bobby Cars haben auch schon Runden auf dem Flur gedreht: Seit Montag wird die Kindertagesstätte Niers-Aue der „Leben und Wohnen Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss“ mit Leben gefüllt, Kinder und Erzieher konnten in das Provisorium im Neubaugebiet „An der Niers-Aue“ einziehen.

„Es war ein sehr schönes Gefühl, endlich hier anzukommen. Auch den Kindern lief ein Strahlen über das Gesicht, als sie ihre Freunde und die Erzieherinnen wieder gesehen haben“, sagt die Kita-Leiterin Manuela Majert. Denn der Einzug hätte planmäßig schon eine Woche zuvor über die Bühne gehen sollen. Das war jedoch nicht möglich, da es bei den Versorgungsanschlüssen zu Verzögerungen gekommen war. „Wir hatten mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, die für alle Beteiligten eine große Belastung waren. Wir haben in der vergangenen Woche schon geschwitzt, bis alle Prüfungen erfolgreich abgeschlossen waren“, sagt Andreas Fortenbacher.

Während der Geschäftsführer der Lebenshilfe die Gespräche mit der Stadt führte, kümmerte sich das Kita-Team darum, den Familien eine Übergangslösung bis zum vergangenen Montag anzubieten. Dies war letztlich möglich, da die benachbarte Kita „Zauberwald“ derzeit Betriebsferien hat. „Ich habe alle Familien telefonisch über dieses Angebot informiert, eine Handvoll hat es letztlich angenommen“, sagt Manuela Majert. Die Aufgabe sei für die Kolleginnen gerade bei den Ein- bis Dreijährigen nicht einfach gewesen. „Die Erzieherinnen haben ihren Fokus noch etwas stärker auf den persönlichen Kontakt gelegt, damit sich die Kinder nicht zu sehr an die Räume und Abläufe im Zauberwald gewöhnen“, sagt Majert.

Annika Tollhausen und Kim Walden haben ihre Kinder in der vergangenen Woche nicht in die Übergangskita gebracht. „Da ich derzeit zuhause bin, konnte ich glücklicherweise die Woche überbrücken. Das wäre schon ein bisschen zu viel Unruhe gewesen“, sagt Annika Tollhausen, während Tochter Ida (2) die neuen Kita-Räume erkundet. Auch Jannis (1) gewöhnt sich nun an eine neue Umgebung, seine Mutter Kim Walden ist positiv überrascht von dem Container-Provisorium: „Hier drinnen spürt man überhaupt keine Bau-Atmosphäre. Und die Herzlichkeit aller Erzieherinnen war unglaublich angenehm.“

Lob erhält das neu zusammengestellte, zehnköpfige Kita-Team auch von Klaus Oellers, Bereichsleiter Kinder und Jugendliche bei der Lebenshilfe: „Alle haben richtig gut zusammengearbeitet, trotz aller Probleme, die es in den vergangenen Wochen noch gab.“ Die Arbeiten im Provisorium sind indes längst noch nicht  abgeschlossen, diese werden allerdings nach Betriebsschluss sowie an den Wochenenden durchgeführt. Kinder, Eltern und Erzieher sollen nun ankommen in der neuen Heimat.

„Wir haben hier alles, was wir in einer Kita benötigen. Später im Neubau wird nur alles noch etwas komfortabler sein“, sagt Manuela Majert. Die richtige Kita, die im November fertig sein soll, sei für ihr Team aber noch kein Thema. „Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, den Kindern im Provisorium eine gute Zeit zu ermöglichen.“ Der Anfang ist mit einwöchiger Verzögerung gemacht.

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