Korschenbroich: Kita An der Niers-Aue steht für gelungenen Holzbau

In Korschenbroicher Neubaugebiet : Neue Kita steht für gelungenen Holzbau

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat die Kita „An der Niers-Aue“ als gutes Beispiel für nachhaltige Holzbauweise gelobt. Die Baufirma Terhalle führte die Gäste durch das Gebäude, das Ende September bezugsfertig sein soll.

Die Ziffern auf dem Beleg, den Marc Venten überreicht bekam, waren nicht zu übersehen. 151 Tonnen CO2 speichert das in der neuen Kita „An der Niers-Aue“ verbaute Holz – so weist es der Beleg der CO2-Bank aus, den Korschenbroichs Bürgermeister aus den Händen Josef Terhalles erhielt. Der Geschäftsführer der mit dem Bau der Kita beauftragten Firma Terhalle Holzbau GmbH war indes nicht der einzige Gratulant am Donnerstagvormittag. Vielmehr hatte der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen in die Kita im Neubaugebiet Niers-Aue eingeladen, um für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu werben und die Kita als „Best-Practice-Beispiel“ für moderne Holzbauweise zu loben.

„Holzbau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn Holz ersetzt klimaschädliche Rohstoffe wie Stahl oder Beton. Und es reduziert den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Damit wirtschaften wir auch für die kommenden Generationen“, betonte Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Dementsprechend fand es Venten sehr passend, dass demnächst Kinder dieses nachhaltige und zukunftsträchtige Gebäude mit Leben füllen werden.

Die Stadt habe zuvor schon erste Erfahrungen mit der Holzbauweise gemacht, etwa bei Erweiterungen bestehender Kindergärten. Nun war es erstmals möglich, einen Neubau komplett in der Holzrahmenbauweise zu realisieren. „Wir hatten damit schon länger geliebäugelt, in diesem Fall war es auch wirtschaftlich machbar“, sagte Venten, der sich in Zukunft weitere Holzbau-Projekte vorstellen kann: „Es ist nur nicht immer möglich.“

Im Neubaugebiet ist indes schon ein Vorzeige-Gebäude entstanden: Unter anderem wurden 114 Kubikmeter Fichten- sowie 108 Kubikmeter Lärchenholz in der Kita verbaut. Zudem wurde darauf geachtet, fast keine Folie zu verarbeiten. „Und bei den 151 Tonnen gespeichertes CO2 ist die Energieeinsparung noch nicht eingerechnet. Somit wird der ökologische Fußabdruck, den wir mit dem Bau hinterlassen, noch ein wenig kleiner“, sagte Josef Terhalle. Zudem seien durch die Vorfertigung der hochdämmenden Decken- und Wandelemente in der Werkhalle kurze Baustellenzeiten und eine schnelle Projektumsetzung gewährleistet worden.

Die Baufirma nutzte die Gelegenheit, um die Gäste zum Abschluss noch durch das 1150 Quadratmeter große Gebäude zu führen, das Ende September bezugsfertig übergeben werden soll. Wenig später könnte die Lebenshilfe als Träger der Einrichtung in den Bau einziehen. Noch werden die Kinder unweit des Neubaus in Containern betreut. Von dort aus lassen sich die Fortschritte an der großen Kita für fünf Gruppen und etwa 100 Plätze sehr gut beobachten.

Denn nicht nur innen, wo in den einzelnen Gruppenräumen bereits die Küchenleisten montiert und die Badezimmer mit Waschbecken, Spiegeln und Sichtschutzwänden ausgestattet sind, gehen die Arbeiten zügig voran. Es folgen nun unter anderem noch die Innentüren, Möbel, Sockelleisten – und der finale Anstrich. Doch auch das Außengelände nimmt Formen an. Die ersten Spielgeräte sind eingetroffen, die beiden großen Sandspielflächen bereits zu erkennen. Und wenn erst einmal die Straße fertig ist, die nordseitig um die Kita herumführt. wird auch noch viel besser zu sehen sein, dass es sich bei dem Gebäude um einen Holzbau handelt. Diese Seite glänzt nämlich mit einer Holzfassade.

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