St. Dionysius in Kleinenbroich Der Kirchenbauverein macht nun doch weiter

Kleinenbroich · Vor einem Jahr sah es noch so aus, als habe der Verein seine Aufgaben erfüllt. Doch nun machen die knapp 100 Mitglieder doch weiter. Was die Gründe dafür sind.

Die Aufname stammt aus dem November 2021. Zu dem Zeitpunkt fand die erste Messe nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder in St. Dionysius in Kleinenbroich statt.

Die Aufname stammt aus dem November 2021. Zu dem Zeitpunkt fand die erste Messe nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder in St. Dionysius in Kleinenbroich statt.

Foto: Ilgner,Detlef (ilg)/Ilgner Detlef (ilg)

Auf der Mitgliederversammlung vor einem Jahr sah es noch so aus, als ob der Kirchenbauverein in Kleinenbroich überflüssig geworden sei. Mitglieder des Kirchenvorstands hätten es gerne gesehen, dass sich der Verein um andere kirchliche Immobilien mit derselben Professionalität kümmern würde. Der Vereinsvorsitzende Thomas Goldmann und andere zeigten sich von dieser Idee jedoch wenig begeistert. Nun gab es wieder eine Mitgliederversammlung und diese verlief völlig harmonisch.

Das hatte zwei Gründe: Der Verein wird weitermachen, in einer Pfarrkirche gebe es schließlich immer etwas zu tun. Zudem ist der Kirchenvorstand noch mit dem Bistum Aachen im Gespräch. Es gebe derzeit aber noch keine konkreten Ergebnisse, welche Immobilien erhalten bleiben können, hieß es. Damit erübrigt sich auch aktuell die Frage, ob und wo sich der Kirchenbauverein neben der Pfarrkirche noch einbringen könnte und möchte.

Marc Zimmermann – als Pfarrer geborenes Mitglied des Vereins – fehlte wegen eines anderen Termin. Er richtete jedoch die Bitte aus, dass der Kirchenbauverein aktiv bleiben möge. Über 20.000 Euro aus der Vereinskasse durfte der Kirchenvorstand im vergangenen Jahr verfügen. Es ging ausschließlich um Ausgaben für die Pfarrkirche St. Dionysius, das bestätigten Bernhard Schlüter und Norbert Buck vom Kirchenvorstand auf Nachfrage.

Unter anderem waren professionelle Nasssauger angeschafft worden. Da reichlich Feuchtigkeit durch das Seitenschiff eingesickert ist, bröckelte Farbe ab. Die Hutzen wurden entfernt und nachdem das Gewölbe ausgetrocknet ist, erfolgt ein neuer Anstrich. Der Vereinsvorsitzende Thomas Goldmann ließ die Historie des Vereins mit entsprechenden Bildern Revue passieren.

Anne Künkel sprach sich wie schon im vergangenen Jahr für ein Fortbestehen des Kirchenbauvereins aus. Aktuell halten 98 Mitglieder dem Verein die Treue. Alle Vorstandsposten konnten besetzt werden: Manuela Walter bleibt zweite Schriftführerin, der alte und neue zweite Vorsitzende ist Andreas Zimmer, Volker Schäfer wurde im Amt des zweiten Kassierers bestätigt. Zu Kassenprüfern wurden Stefan Schramke und Ellen Möske gewählt. Sebastian Goldmann und Max Neumann bleiben zwei weitere Jahre Beisitzer.

Gegenüber unserer Redaktion äußerte sich Bernhard Schlüter zu den Verhandlungen mit dem Bistum Aachen: „Es ist noch nichts spruchreif, ich kann jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Fest steht aber, dass wir uns räumlich verkleinern müssen, auf Dauer werden wir den Erhalt aller bestehenden Immobilien nicht stemmen können.“

(barni)
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