„Korschenbroich ist attraktiver Wohnort“

Rück- und Ausblick in Korschenbroich: Bürgermeister und Beigeordnete: „Korschenbroich ist ein attraktiver Wohnort“

Bürgermeister und Beigeordnete blicken auf das zu Ende gehende Jahr zurück und wagen einen Ausblick auf 2019. Bei den Kindertagesstätten und bei der Offenen Ganztagsschule soll möglichst kein Kind in der Stadt ohne Platz bleiben.

Ein Rück- und ein Ausblick mit Themen, die Korschenbroich beschäftigt haben und noch werden: Unter diese Überschrift stellte gestern Bürgermeister Marc Venten gemeinsam mit den Beigeordneten Thomas Dückers und Georg Onkelbach die Jahrespresskonferenz 2018. Beim Thema Haushalt erinnerte Kämmerer Thomas Dückers daran, dass die Stadt 2012 freiwillig dem Stärkungspakt des Landes beigetreten sei und sich verpflichten musste, einen Konsolidierungspfad zu beschreiten. Dafür habe man vom Land jährlich 1,7 Millionen Euro bekommen, ein Betrag, der immer geringer werde. „Ab 2021 gibt es gar nichts mehr“, sagte Dückers. 2017 und 2018 habe die Stadt einen Überschuss erwirtschaften können. Um der Vorgabe eines ausgeglichenen Haushalts gerecht zu werden, habe man für 2019 die Grundsteuer anheben müssen. „Die Gewerbesteuer haben wir aber nicht verändert“, sagte Dückers. Denn 2019 könnte es nach Meinung von Wirtschaftsexperten einen Konjunkturabschwung geben und da wolle man den Unternehmen nicht noch mehr aufbürden.

Die Investititionsschwerpunkte seien 2019 die Kindertagesstätten, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kleinenbroich, die EDV-Technik für Schulen, ein neues Feuerwehrfahrzeug, der Ausbau der Unterführung Holzkamp und Brückensanierungen. Neu entwickelt wurde 2018 das Logo der Stadt. Damit einher gehe auch eine neue Internetseite. „Wir werden die neue Seite im ersten Quartal 2019 ins Netz stellen“, sagte Venten. Verändert ist auch die Ratsarbeit. Schon 2018 wurde mit der digitalen Arbeit begonnen, ab Januar geschehe dies nun ausschließlich.

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Die Wirtschaftsförderung konzentriere sich 2019 auf das Gewerbegebiet Glehner Heide II, um dort weitere attraktive Flächen zu entwickeln. Wichtig sei auch der in diesem Jahr begonnene Glasfaserausbau, nicht nur für Schulen und Gewerbegebiete. „Einen Vollausbau des Glasfasernetzes wird es in Neersbroich, Raderbroich, Pesch und Herrenshoff sowie einen Teilausbau in Korschenbroich geben“, versprach der Bürgermeister. „In der Niers-Aue sind alle Grundstücke verkauft“, sagte Beigeordneter Georg Onkelbach. Der zweite Bauabschnitt werde erst in späteren Jahren begonnen, um auch mit der Infrastruktur Schritt zu halten. „Wir sehen ja, wie schwierig es ist, bei den Kindergartenbedarfszahlen nachzukommen“, sagte Onkelbach. Hätte die Stadt den Kindergarten-Niers-Aue selbst gebaut, wäre er erst 2020 fertig geworden. Aber die Stadt habe ambitionierte Ziele gehabt und einen Investor gesucht. „Nun wird der Kindergarten voraussichtlich am 1. August 2019 fertig gebaut sein,“ sagte Onkelbach. Korschenbroich sei nun mal ein attraktiver Wohnort. „Wir müssen daher schauen, dass wir das in den Kindertagesstätten (KITAs) und in der Offenen Ganztagsschule (OGTS) abbilden können.“

„Seit meinem Amtsantritt habe ich bereits zehn neue Gruppen in KITAs eröffnen können“, sagte Bürgermeister Venten. Nun würden bereits noch nicht geborene Kinder schon angemeldet. „Jeder bekommt einen Betreuungsplatz“, stellte Venten deutlich klar. Dies gelte auch für die OGTS. Der Hauptausschuss hatte in seiner Sitzung am 15. November 2018 beschlossen, dass bei der OGTS eine 100-prozentige Betreuungsquote erreicht werden muss. Das gelte für alle Kinder, die für die Betreuung bis 16.30 Uhr angemeldet werden. Derzeit liegt die Quote bei 61,82 Prozent.

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