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Korschenbroich: In Raderbroich entsteht Neubaugebiet

Politik in Korschenbroich : In Raderbroich entsteht ein Neubaugebiet

Der Entwurf des Plangebiets sieht drei Varianten vor. Entstehen sollen Einzel- und Doppelhäuser. An der Kreisstraße sei Geschosswohungsbau denkbar. Außerdem soll der Fluitbach renaturiert werden. Die Bürger werden beteiligt.

Teile von Raderbroich sollen baulich verdichtet werden. Ein Bauträger aus Kaarst hat bereits Flächen erworben und ein Ingenieurbüro mit einem Städtebaulichen Entwurf beauftragt. Er beinhaltet drei Varianten. Entstehen sollen Einzel- und Doppelhäuser. An der Kreisstraße 23 wäre auch Geschosswohnungsbau vorstellbar. Die Varianten unterscheiden sich vor allem durch die Art der verkehrlichen Erschließung. Entstehen könnten rund 25 Einzelhäuser beziehungsweise knapp 40 Doppelhaushälften. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege beschloss die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden.

Das Plangebiet wird begrenzt von der Kreisstraße 23 im Südwesten, im Südosten liegt die Straße Raderbroich, die im weiteren Verlauf Pastoratsstraße heißt. Die nordöstliche Begrenzung markiert der Fluitbach. Im Nordwesten liegt die Straße Raderbroich, welche die Hausnummern 81 bis 87 und 97 bis 101 erschließt. Überplant werden sollen unter anderem die alten, zum Teil nicht mehr genutzten Hofanlagen, wobei auf die vorhandene Struktur Rücksicht genommen werden soll. Karin Gruyters (Die Grünen) legt Wert auf den „weitestgehenden Erhalt der Höfe“. Ihr Argument: „Sie prägen sehr stark diese Region und dürfen nicht verlorengehen.“ Und sie fragte, ob unter den alten Gebäuden auch denkmalwürdige Häuser seien. Der Denkmalbeauftragte Günter Thoren regte eine Begehung an. Insgesamt stießen die Pläne des Investors nicht auf grundsätzliche Ablehnung: „Das Gebiet soll insgesamt überplant werden, wobei eine geordnete städtebauliche Entwicklung wichtig ist“, erklärte Rudolf Graaff (CDU). Die Ausschussmitglieder wissen aber auch, dass noch sehr viele Fragen geklärt werden müssen.

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Da ist zum Beispiel der Fluitbach, der derzeit teilweise in Rohren fließt. In dem städtebaulichen Gutachten wird angeregt, ihn wieder an die Oberfläche zu holen. Zum Bach käme dann aber auch eine Bachaue. Dieter Hoffmans, Leiter des Planungsamtes, erklärte, dass diese mögliche Maßnahme mit der beim Rhein-Kreis Neuss angesiedelten Unteren Wasserbehörde abzustimmen sei. Wenn der Fluitbach frei laufen kann, gelten Mindestabstände von jeweils fünf Metern an beiden Seiten. „Diese Breiten können aber verhandelt werden – so ist es möglich, dass der Abstand an einer Seite reduziert wird, auf der anderen Seite aber größer wird.“ Für Hoffmans ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht, über eine Umlegung nachzudenken. Ein Investor hat zwar die Planung angestoßen, sie wird aber auch anderen Grundstückeigentümern Baumöglichkeiten eröffnen.

Andreas Heidemann (CDU) sieht „erheblichen Diskussionsbedarf“ vor allem in Bezug auf die möglichen Erschließungswege. Seine Sorge: „Es dürfen dort keine Verkehre entstehen, die wir nicht wollen.“ Auch er ist dafür, dass von den Höfen die Haupthäuser erhalten bleiben und es müsse geprüft werden, ob Gebäude möglicherweise unter Denkmalschutz fallen könnten.