Korschenbroich: In der Glehner Turnhalle traf E-Sport auf realen Sport

Jugend in Korschenbroich: Sport an der Konsole und „in echt“

21 Jugendlichen spielten digitale Sportarten auf der Playstation, um sie auch real in der Sporthalle am Buscherhof auszuprobieren.

Ausverkaufte Hallen, stundenlange Matches und Prämien in Millionenhöhe – E-Sports sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und ein riesiges Geschäft. Diesen Boom nutzte nun ein Workshop mit dem Titel „E-Sports meet Sports“, den das Jugendzentrum SinnFlut in Kooperation mit dem SV Glehn, dem TV Glehn und der Fachstelle für Jugend- und Medienkultur des Rhein-Kreises sowie der Caritas anbot. Katrin Herbst und Andreas Bendt vom Jugendamt freuten sich über das rege Interesse der Zehn- bis 14-Jährigen.

Die 21 Jugendlichen spielten digitale Sportarten auf der Playstation, um sie auch real auszuprobieren. Ein Jump’n’Run-Spiel im Stil von Super Mario Bros. lieferte die Vorlage für den Parcours in der Sporthalle am Buscherhof. Geschickt und flink überwanden die Teilnehmer in kleinen Gruppen die Hindernisse und balancierten auf schmalen Pfaden. Dabei mussten sie aufpassen, dass sie nicht von den weichen Bällen, die als Geschosse dienten, getroffen wurden. „Wir wollten etwas anbieten, das die Jugendlichen gerne machen – also Konsolenspiele. Und das wollten wir mit echter Bewegung verbinden“, erklärte Andreas Bendt die Motivation hinter dem Workshop.

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Vor Ort war auch Torben Kohring von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, um die Teilnehmer an den Konsolen anzuleiten. „Wir haben uns mit NBA Playground für ein simpel gehaltenes Basketballspiel im Comic-Stil entschieden, bei dem die Spieler immer in Zweierteams gegeneinander antreten.“ Für Judo stand ein „Beat’em up“-Spiel Pate, für Fußball die aktuellste Fifa-Version. „Es geht um Teamspiel und nicht darum, einen Sieger zu kühren“, betonte Kohring. Dieser Gedanke tat dem Ehrgeiz der jungen Sportler keinen Abbruch: Sie kämpften um jeden Punkt, ärgerten sich, wenn etwas nicht funktionierte und hatten großen Spaß. Ben van den Bongard (13), Lasse Meyer (12) und Tom Pelzer (13) waren in ihr digitales Basketballspiel vertieft. „Soweit man sich nicht verletzt, macht das meiste hier echt Spaß“, sagte Tom und zeigte auf seinen Fuß, für den es wohl etwas zu wild zuging beim realen Basketball. Lasse hatte die meiste Freude am Parcours. „Basketball ist aber auch mein Hobby“, berichtete er. Die drei Jungs waren sich einig, dass der Workshop ein voller Erfolg war. „Vor allem, wenn das Wetter nicht so gut ist“, sagte Tom.

Während des Workshops haben einige Ehrenamtler Fotos und Videos erstellt, um eine Dokumentation zu erstellen. „Zunächst ist der Film nur für die Teilnehmer als Erinnerung gedacht“, sagte Katrin Herbst. „Eventuell können wir ihn aber auch bei der gemeinsamen Abschlussveranstaltung des Kulturrucksacks vorführen.“

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