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Korschenbroich: Heimatverein Kleinenbroich schlägt Klara Schmolke statt Johannes-Wolf-Straße vor

Vorschlag des Heimatvereins Korschenbroich : Klara Schmolke als Straßenname statt Johannes Wolf?

Nachdem bekannt geworden ist, dass der 1993 verstorbene Pfarrer Johannes Wolf massive sexualisierte Übergriffe auf Minderjährige verübt hat, soll die Straße umbenannt werden. Der Heimatverein Kleinenbroich schlägt eine Klara-Schmolke-Straße vor. Warum die einstige Lehrerin so wichtig war.

Aus der Johannes-Wolf-Straße könnte die Klara-Schmolke-Straße werden. Zumindest wenn es nach dem Vorschlag des Heimatvereins Kleinenbroich geht. Dieser hat Bürgermeister Marc Venten bereits einen entsprechenden Antrag übergeben. Zum Hintergrund: Klara Schmolke war von 1896 bis 1926 in Kleinenbroich an der Schule „Dorf“ als Lehrerin tätig. Neben dem Schuldienst betätigte sie sich unter anderem in der Fürsorge für sogenannte verwahrloste Mädchen. Klara Schmoltke habe sich um die Stadt und insbesondere um den Stadtteil Kleinenbroich in herausragender Weise verdient gemacht hat, so der Heimatverein. Zum anderen wäre es ein starkes Zeichen, wenn auf Johannes Wolf, der sich an der Jugend versündigt habe, Klara Schmolke folgte, die sich um die Jugend in herausragender Weise verdient gemacht hat, so der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Reiner Tillmanns.

Zum Hintergrund: Die Kirchengemeinde St. Dionysius Kleinenbroich hat bei der Stadt Korschenbroich beantragt, die Johannes-Wolf-Straße umzubenennen, nachdem massive sexualisierte Übergriffe auf Minderjährige durch den 1993 verstorbenen Namensgeber bekannt geworden waren. Die Stadt hat erklärt, dem Antrag auf Umbenennung der Straße entsprechen zu wollen. Bereits in der kommenden Ratssitzung am 1. Juli soll darüber entschieden werden.