Spendenaktion von Korschenbroicher Gymnasiasten Mehr als 110 Rucksäcke für ukrainische Schüler gespendet

Korschenbroich · Auch die zweite Spendenaktion der Schülervertretung am Korschenbroicher Gymnasium war ein großer Erfolg. Mehr als 110 Rucksäcke konnten an das Sozialamt der Stadt übergeben werden. Der Schulleiter war überwältigt.

 Mehr als 110 Rucksäcke und Tornister für ukrainische Schüler gingen bei der Spendenaktion der Schülervertretung des Gymnasiums ein.

Mehr als 110 Rucksäcke und Tornister für ukrainische Schüler gingen bei der Spendenaktion der Schülervertretung des Gymnasiums ein.

Foto: Rick, Markus (rick)/Markus Rick (rick)

So erlebt man einen Schulleiter auch nicht oft: Stolz, überwältigt und geradezu gerührt berichtet Andreas Müller, Leiter des Gymnasiums, von der nunmehr zweiten Spendenaktion der Schülervertretung (SV). „Es ist großartig, was Schüler und Eltern geleistet haben“, so Müller.

Zunächst hatte die SV des GyKo – koordiniert von Tabea Köster und Elias Venten, unterstützt durch die beiden SV-Verbindungslehrer Jana Reisch sowie Dennis Müllender – einen Spenden-Drive-in organisiert. Dabei waren 3500 Euro über Geldspenden, Kupfergeld und Devisen zusammengekommen. Dazu noch ein Kleinlaster voller Sachspenden.

Vergangene Woche wurden zudem Rucksäcke, Tornister und Schulmaterialien gesammelt. Mehr als 110 Schultaschen sind zusammengekommen, die am Montag dem Sozialamt übergeben wurden. Eltern und Schüler hatten die Spenden ins GyKo gebracht und die SV-Schüler haben dann in ihren Freistunden unermüdlich Schultaschen gepackt. Neben Stiften, Mäppchen, Blöcken, Heften, Farbkästen und Pinseln, Linealen und Taschenrechnern sind auch ganz praktische Dinge wie Brotdosen und Trinkflaschen dabei gewesen.

In ihren Freistunden haben zahlreiche Schüler Rucksäcke und Tornister sortiert – nach Altersstufen von der Grundschule über die Unter- und Mittelstufe bis hin zur Oberstufe. „Es gibt sogar Rucksäcke, die mit Materialien speziell für Linkshänder ausgestattet wurden“, erklärt Müller. „Ich bin unheimlich stolz auf diese Schulgemeinde, die mit vereinten Kräften von Eltern, Schülern und Lehrern so etwas auf die Beine stellen konnte“, sagt er und ergänzt, „dass es unfassbar schön war, zu sehen, wie viel Freude die Schülerinnen und Schüler am puren Helfen entwickelt haben“.

Noch sind keine aus der Ukraine geflüchtete Schüler dem GyKo zugewiesen worden. „Leider noch nicht“, so Müller. „Aber wir sind gut vorbereitet.“ Materialien zur Sprachförderung liegen bereit und Lehrer, die Erfahrung damit haben, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, haben sich bereit erklärt, einzelne Schüler in Deutsch zu unterrichten.