Korschenbroich: Grünes Licht für den Rathausumbau

Platzbedarf der Stadtverwaltung Korschenbroich : Grünes Licht für den Rathausumbau

Mitglieder des Hauptausschusses geben die Mittel für das Raumkonzept frei. Denn laut Stadt ist der Platzdebarf groß.

Die Diskussion im Hauptausschuss war lang und kontrovers. Aber dann gab es doch eine deutliche Mehrheit für die Aufhebung einer Haushaltssperre für Mittel in Höhe von 130.000 Euro, mit denen eine Raumkonzeption für den Umbau des Rathauses Sebastianusstraße erstellt und finanziert werden soll. Der zusätzliche Platzbedarf ist groß und dringend.

CDU und SPD fassten sich kurz, signalisierten ihre Zustimmung. Lothar Endell (Die Aktive) befürchtet, dass auf die Stadt Kosten von bis zu einer Million Euro zukommen. Und er stellte einen Zusammenhang her zwischen dem Bedarf der Verwaltung und der Rückkehr zu G9 am Gymnasium. Bürgermeister Marc Venten sah das nicht so. „Das Gymnasium hat mit diesem Gebäude nichts mehr zu tun, hier werden nie mehr Klassenräume entstehen.“ Der zusätzliche Raumbedarf für das Gymnasium werde erst 2025/2026 entstehen, und das Land müsste nach dem Konnexitätsprinzip für die Kosten aufkommen.

Eine Investition von bis zu einer Million Euro „wäre eine langfristige Investition, die zu keiner einmaligen Etatbelastung führen würde.“ Außerdem sehe er keine Alternative zur Erweiterung der Büroflächen. Bernd Makowiack (ULLI/Zentrum) sagte, dass mit Gleitzeitmodellen Büroraum eingespart werden könne. Venten widersprach: Viele Modelle seien realitätsfremd. Wenn zum Beispiel eine Teilzeitkraft nur vormittags arbeite, weil sie sich um ihre Kinder kümmern müsse, bringe es ihr nichts, an zwei oder drei Tagen Vollzeit zu arbeiten. Hier setzte auch Albert Richter (SPD) an: „Die Stadt steht im Wettbewerb mit vielen anderen Kommunen. Sie muss deshalb vernünftige Arbeitsplätze bieten. Mitarbeiter möchten nicht auf der Ecke hinten sitzen.“ Eine Investition von einer Million Euro, verteilt auf 25 Jahre bei null Prozent Zinsen sei eine gute und die einzige Möglichkeit, für genügend Raum zu sorgen. Jochen Andretzky (Die Grünen) äußerte Zweifel an der Höhe des Bedarfs, die eine Million ist für ihn eine eher konservative Schätzung. Trotzdem erklärte er: „Wir werden mit Bauchschmerzen zustimmen.“

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