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Korschenbroich: Grüne fordern Bericht der Stadt zur Corona-Krise

Stadt soll Bericht vorlegen : Grüne fordern Aufarbeitung der Corona-Krise in Korschenbroich

Die Stadtratsfraktion wünscht sich, dass das Handeln der Stadtverwaltung während der Krise in einem Bericht analysiert wird. Die Mitarbeitenden hätten großes Engagement gezeigt. Dennoch sei es wichtig, mögliche Schwächen zu erfassen.

Das Krisenmanagement der Stadtverwaltung in Zeiten von Corona soll bald Thema im Stadtrat werden. Das geht aus einem Antrag der Grünen-Ratsfraktion für die Ratssitzung am Donnerstag hervor. Hierin beantragt die Fraktion einen internen Bericht, der nach den Sommerferien vorgelegt werden soll. Zudem soll eine interne Berichterstattung aufgebaut werden, um bei künftigen Krisen noch besser gewappnet zu sein.

Die Grünen danken in dem Antrag den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Dennoch sei es wichtig, die eigenverantwortlichen Maßnahmen der Stadt bewusst aufzuarbeiten. „Wir fordern daher ein systematisches Erfassen, Auswerten und Umsetzen von Kenntnissen und Erfahrungen mit dem Ziel, Stärken weiter auszubauen, eventuelle Schwächen zu erfassen, Strategien zu finden sowie Perspektiven und Möglichkeiten zu erkennen und notwendige Veränderungen einzuleiten“, heißt es zur Begründung.

Zu insgesamt neun Themenfeldern, beispielsweise Krisenmanagement, lokale Wirtschaft oder kommunalpolitischer Diskurs, bittet die Fraktion um eine erste kurze schriftliche Berichterstattung nach den Sommerferien. Hierbei solle sich die Verwaltung an mehreren Leitfragen orientieren: Was lief gut? Wo ist Optimierungsbedarf? Welche Erkenntnisse können daraus für die Zukunft gewonnen werden? Wo kann/muss auf kommunalpolitischer Ebene ein Beitrag geleistet werden?

Die Stadt wollte auf Anfrage unserer Redaktion zunächst nicht zu dem Antrag Stellung beziehen. Die Verwaltung werde sich am Donnerstag in der Ratssitzung äußern, teilte eine Sprecherin mit.

Die Grünen hatten ihren Antrag zunächst für den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung formuliert und wollten ihn auch dort auf die Tagesordnung setzen lassen. Die Verwaltung will das Thema stattdessen im öffentlichen Teil diskutieren. Es stehe nichts Geheimhaltungspflichtiges in dem Antrag, heißt es zur Begründung. Daher solle auch die Öffentlichkeit teilhaben können. Ob ein entsprechender Bericht auch im öffentlichen Teil präsentiert werden könne, müsse laut Verwaltung zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

(mlat)