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Korschenbroich: Großeinsatz der Feuerwehr wegen Feuer auf Bauernhof

Großeinsatz in Korschenbroich : Feuerwehr löscht brennenden Bauernhof

Der Anbau eines alten Bauernhofs in Pesch stand lichterloh in Flammen. Insgesamt 50 Feuerwehrleute waren vor Ort, um das Feuer zu löschen. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus und sucht Zeugen.

Zu einem Großeinsatz musste die Freiwillige Feuerwehr am Mittwoch gegen 11.35 Uhr in den Ortsteil Pesch ausrücken. An der Liedberger Straße gegenüber der Sparkasse brannte der Anbau eines alten Bauernhofs, der unbewohnt ist, lichterloh.

In voller Ausdehnung habe es gebrannt, sagt Frank Baum, Chef der Korschenbroicher Feuerwehr. Am Nachmittag gegen 15.15 Uhr war das Feuer zwar gelöscht, die Feuerwehrkameraden aus Pesch führten anschließend aber noch eine Revision durch. Frank Baum erklärt: „Das heißt, sie suchen mit einer Wärmekamera ab, ob es noch weitere Glutnester gibt.“

 Der Bauernhof war unbewohnt.
Der Bauernhof war unbewohnt. Foto: Feuerwehr Korschenbroich

„Exakt 50 Feuerwehrleute waren vor Ort“, berichtet Baum. Vier Löscheinheiten – darunter die Kameraden aus Korschenbroich, Kleinenbroich, Pesch und Herrenshoff – waren im Einsatz. Die Drehleiter sowie der Bereitschaftsdienst – in diesem Fall war es auch Baum persönlich – waren ebenfalls vor Ort.

 Die Flammen zerstörten große Teile des Anbaus.
Die Flammen zerstörten große Teile des Anbaus. Foto: Feuerwehr Korschenbroich

Der hohe Personalaufwand sei notwendig gewesen, weil die Kollegen Atemschutzgeräte tragen mussten. Baum erklärt dazu: „Atemschutzgeräteträger können nur etwa 20 bis 30 Minuten tätig sein. Dann müssen sie von Kollegen abgelöst werden.“

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Menschen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Der Anbau des alten Bauernhofs, der nach Schätzungen von Baum eines Fläche von etwa zwölf mal fünf Meter hat, brannte jedoch völlig aus. Die Flammen zerstörten Dachstuhl und Innenraum komplett. Ein weiterer Anbau daneben war zwar nicht vom Feuer betroffen. Doch aufgrund des immensen Brandrauchs räumte die Feuerwehr dort gelagerte Dieselkanister aus.

Das eigentliche Wohnhaus, das unbewohnt ist, wurde zwar nicht vom Feuer beschädigt. „Es ist aber arg in Mitleidenschaft gezogen worden durch den Brandrauch“, erklärt Baum. Zur Schadenshöhe könne er sich ebenso wenig äußern wie zur Brandursache. Die Fläche ist derzeit abgesperrt, die Kripo ermittelt. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, dass sie Brandstiftung nicht ausschließt. Sollten Zeugen am Mittwoch, 22. September, verdächtige Beobachtungen an dem leerstehenden Haus gemacht haben, bittet die Kripo um Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 02131 3000.