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Korschenbroich: Gleichstellungsplan zeigt: Nur 27 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt

Gleichstellungsplan der Stadt Korschenbroich : Nur 27 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt

Wie viele Frauen und Männer arbeiten bei der Verwaltung? In welchen Positionen und in Voll- oder Teilzeit? Wie können Frauen gefördert werden. Aufschluss gibt der Gleichstellungsplan, den die Verwaltung nun veröffentlicht hat.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in allen Bereichen der Stadtverwaltung, mehr Frauen in Führungspositionen, Nachwuchsförderung und ein Personalmanagement, das beide Geschlechter gleichermaßen anspricht – das ist Ziel des neuen Gleichstellungsplans, der in der vergangenen Ratssitzung einstimmig beschlossen worden ist.

Grundlage für den Gleichstellungsplan ist das Landesgleichstellungsgesetz für Nordrhein-Westfalen (LGG), das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und Männern wie Frauen eine gleichberechtigte Stellung verschaffen soll. Erstellt worden ist er vom Amt für Organisation und Personal mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten Nora Osmani.

„Mit dem neuen Gleichstellungsplan möchte die Stadt Korschenbroich ihren Weg als moderne und familienbewusste Verwaltung weitergehen“, erklärt Bürgermeister Marc Venten die Ziele des Gleichstellungsplans. Der Plan zeigt auf, wie es aktuell um das Verhältnis von Frauen und Männern in der Verwaltung bestellt ist und zeigt Maßnahmen für den Zeitraum 2022 bis 2025 auf. Insgesamt stehen die Frauen in der Verwaltung nach Angaben der Stadt gut da: Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft von 459 Mitarbeitern beträgt 69 Prozent.

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Bei den Führungskräften sind jedoch nur 27 Prozent der Stellen weiblich besetzt und alle Führungspositionen werden in Vollzeit ausgeübt. „Ziel muss es sein, mehr Frauen in Führung zu bringen“, fordert die Gleichstellungsbeauftragte Nora Osmani. „Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist nach dem LGG bei 50 Prozent erreicht – dann spricht man erst von Parität“, ergänzt sie.

Eine weitere Baustelle für mehr Geschlechtergerechtigkeit ist die Arbeitszeit. Rund 38 Prozent aller Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit. Insgesamt nach wie vor deutlich mehr Frauen als Männer: 95 Prozent der Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit reduzieren, sind weiblich. Das gilt auch für die Elternzeit, die nach wie vor eher und länger von Frauen in Anspruch genommen wird.

Um das Verhältnis der Geschlechter in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den demographischen Wandel und den steigenden Fachkräftebedarf ins Gleichgewicht zu bringen, sieht der Gleichstellungsplan unter anderem ein Fortbildungsbudget für Frauen vor. Dieses Budget soll Angebote zur Heranführung von Frauen in Führungspositionen ermöglichen. „Gute Personalentwicklung lebt vom Gespräch mit den Mitarbeitern – das wollen wir auch in Zukunft tun, um auf die aktuellen Bedürfnisse reagieren zu können“, erklärt Markus Drohen, Leiter des Amtes für Organisation und Personal.

Der Gleichstellungsplan ist auf der Homepage der Stadt über den Link „Gesellschaftliches Miteinander“ veröffentlicht unter: korschenbroich.de.

(NGZ)