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Korschenbroich: Glehner helfen in Corona-Krise

Engagiert in Korschenbroich-Glehn : Glehner helfen in der Corona-Krise

Die neu gegründete Initiative „Glehn hält zusammen“ kauft etwa für Menschen aus Risikogruppen ein.

     „Glehn hält zusammen“, heißt eine neue Initiative von engagierten Bürgern, die auch in Scherfhausen, Epsendorf, Lüttenglehn und Schlich aktiv wird. Angesprochen fühlen sollen sich Menschen, die zu einer Risikogruppe für das Coronavirus gehören, weil sie etwa an einer Immunschwäche oder an anderen Grunderkrankung leiden oder mehr als 60 Jahre alt sind. Die Initiative bietet ehrenamtlich an, für sie Einkäufe zu erledigen oder andere Tätigkeiten zu übernehmen. „Zögern Sie nicht, unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen“, steht auf dem Flyer von „Glehn hält zusammen“. Er wurde etwa im Rewe-Markt an der Kasse verteilt.

Jürgen Dressler, neben Katja Fieck und Frank Weigelt Initiator des Hilfsangebots, hat bis jetzt folgende Erfahrung gemacht: „Es fiel uns nicht schwer, Ehrenamtler zu begeistern.“ Die Zielgruppen seien aber noch sehr zurückhaltend bei der Inanspruchnahme der Unterstützung. Das sei schade, denn: „Auch wenn mittelfristig wieder Kitas und Schulen geöffnet und weitere Maßnahmen gelockert werden, bleiben die Risikogruppen unverändert gefährdet“, erklärt Dressler. Warum die Hilfe bis jetzt so zögerlich in Anspruch genommen wird, hat für ihn mehrere mögliche Gründe: „Da ist zum einen Scham: Viele trauen sich einfach nicht, nach Hilfe zu fragen.“ Zudem würde die Situation nicht selten unterschätzt.  Dressler denkt nicht daran, die Flinte ins Korn zu werfen: „Wir haben uns mit anderen Initiativen ausgetauscht und wissen, dass es eine gewisse Zeit dauert, bis solche Hilfen in Anspruch genommen werden.“ Über die Hilfsbereitschaft vieler hat sich der Inhaber einer Sportmarketing-Firma und zweite Vorsitzende des SV Glehn gefreut: „Mehr als 20 Jugendtrainer haben sich zur Verfügung gestellt.“ Unter den Ehrenamtlern sei auch eine Beschäftigte des Glehner Supermarktes, „die trotz ihrer beruflichen Belastung gerne bereit ist, anderen zu helfen“.

Wer zum Schutz vor einer Infektion sich etwa Einkäufe abnehmen lassen möchte, hat zwei Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Die Rufnummer: 02182 8974900, die E-Mail-Adresse: hilfe@glehn-haelt-zusammen.de.

Info: Besuchen Sie auch die neue Plattform der Rheinischen Post unter www.rp-gemeinsamstark.de. Auf dieser Plattform wollen wir Helfer und Hilfsbedürftige zusammenführen, beispielsweise für den Einkauf für einen älteren Nachbarn oder das Hilfspaket für Obdachlose. Gleichzeitig wollen wir einen Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen aus Handel, Handwerk und Gastronomie schaffen, die durch die Krise in Not geraten sind."