Korschenbroich: Geplante Stichstraße in "Am Hommelshof" wird nicht verlegt

Korschenbroicher Baugebiet : Geplante Stichstraße im Baugebiet „Am Hommelshof“ soll nicht verlegt werden

Die Verwaltung hat alle Änderungswünsche in den Bebauungsplan für das Baugebiet „Am Hommelshof“ aufgenommen – bis auf eine Ausnahme. Der Planungsausschuss der Stadt Korschenbroich stimmte dem Entwurf trotzdem zu.

Mit dem geänderten Bebauungsplan „Am Hommelshof“ kann nun eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege hat die Offenlage beschlossen, nachdem die Verwaltung die Planunterlagen nach ersten eingegangenen Stellungnahmen und anschließenden Beratungen im Ausschuss überarbeitet und nun präsentiert hat.

„Wir haben fast alles umgesetzt, was uns aufgetragen worden war“, sagte der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach zu dem Korschenbroicher Baugebiet, auf dem ein Investor zunächst 15 Wohneinheiten bauen wollte. Der geänderte Plan sieht nun jedoch nur noch 13 Einheiten vor – je vier Doppel- und Reihenhäuser sowie ein Einzelhaus. Zudem wird ein Gehweg auf der nördlichen Seite der Straße Am Hommelshof bis hinauf zur Landstraße 381 errichtet.

Was die Verwaltung im neuen Plan nicht realisierte, ist eine Verlegung der Stichstraße, die am westlichen Rand des Neubaugebietes bleiben muss. Als Grund nannte Amtsleiter Dieter Hoffmans lärmschutztechnische Anforderungen. Denn zwischen Wohngebiet und L381 wird eine Lärmschutzwand entstehen. Nur reicht am oberen westlichen Rand der Platz für die Wand nicht aus – weswegen an dieser Stelle ein Haus als eine Art passiver Lärmschutz für die schützenswerten Frei- und Gartenbereiche platziert werden soll. Damit ist jedoch auch klar, dass die Gärten nicht auf der westlichen Seite liegen können und dadurch die Straße nicht in das neue Wohngebiet verlegt werden kann.

„Die Lage der Stichstraße zu akzeptieren, fällt uns etwas schwer, denn das war ein Punkt, der den Anwohnern sehr wichtig war“, sagte Andreas Heidemann von der CDU. Denn die Straße verläuft damit entlang der Gärten einiger Anwohner. Eine Alternative sei nur, das Haus am oberen westlichen Rand aufzugeben, um die Lärmschutzwand verlängern zu können, betonte Hoffmans. Dies sieht die Stadt – auch mit dem Blick auf den Investor – nicht als erste Option an.

„Dieser Vorschlag ist der richtige Kompromiss“, sagte Albert Richter von der SPD. Letztlich stimmten alle Fraktionen dem Entwurf der Verwaltung zu, womit nun Bürger und Behörden während einer einmonatigen Auslegungsfrist die Möglichkeit erhalten, ihre Stellungnahmen zu dem Bebauungsplan abzugeben.

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