Korschenbroich: Gastronomie im Pescher Hof soll noch 2019 öffnen

Richtfest in Pesch : Gastronomie im Pescher Hof soll noch 2019 öffnen

Bauherr Winfrid Stoffel feierte mit seinen Mitarbeitern Richtfest auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs Deuss. Neben dem Restaurant entstehen 21 Wohnungen. Zudem gibt es ein außergewöhnliches Lärmschutz-Konzept.

Thomas Ruder war gut zu verstehen, obwohl er hoch oben auf dem Dach stand. Der Zimmermann sprach den Richtspruch, die Gäste auf der anderen Seite der Kleinenbroicher Straße applaudierten, ehe es wieder in den kühleren Rohbau des Pescher Hofs ging. Es gab kalte Getränke und Schnittchen – genau dort, wo in ein paar Monaten Pesch ein neues gastronomisches Angebot erhalten soll.

Bauherr Winfrid Stoffel hatte zum traditionellen Richtfest auf die Baustelle des ehemaligen Gasthofs Deuss eingeladen – zum einen, um sich für die „tolle Arbeit“ aller Mitarbeiter und Handwerker zu bedanken, zum anderem konnte er über den Stand der Arbeiten berichten. „Bis auf eine Phase im Winter, in der wir aufgrund starker Regenfälle keine Rohre verlegen konnten, hatten wir keine Verzögerungen“, sagte Stoffel, der das Ziel hat, das neue Restaurant im Pescher Hof um den 1. Dezember zu eröffnen. „Voraussichtlich wird es ein italienisches Gastronomie-Angebot sein, das es in Korschenbroich bislang nicht gibt“, sagte Stoffel.

Bauherr Winfrid Stoffel (l.) und Architekt Joachim Hein. Foto: Thomas Grulke

Der Investor baut auf dem Areal, auf dem einst der Gasthof Deuss stand, sowohl ein Restaurant als auch 21 Wohnungen. Von der ehemaligen Traditionsgaststätte sind nur der Saal, der nun umfangreich saniert und umgestaltet wird, sowie der Platanengarten übrig geblieben. Dass diese Elemente bei einem Neubau bestehen bleiben sollten, darauf hatten viele Pescher Bürger großen Wert gelegt. „Ich bleibe dabei, dass der Neubau Pesch stark verändern wird. Der Gasthof Deuss war für viele Vereine eine zweite Heimat. Doch ich bin guter Dinge, dass die Gastronomie in Verbindung mit dem Biergarten eine Bereicherung für den Ort wird“, sagte Hans-Willi Türks.

Der Bau des L-förmigen Wohntrakts, in dem 17 Wohnungen entstehen, ist bereits weiter vorangeschritten. Foto: Thomas Grulke

Der stellvertretende Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, sich von Architekt Joachim Hein den Neubau zeigen zu lassen. Denn der Pescher Hof soll nicht nur Tradition und Moderne in sich vereinen, sondern auch die schwierige Kombination Gastronomie und Wohnen. Ein Knackpunkt war dabei, den Lärmschutz für die Anwohner zu gewährleisten. „Ich hatte schon beinahe aufgegeben, doch auf einer langen Bahnfahrt ist mir letztlich die Lösung für das Problem eingefallen“, sagte Hein.

Die Besucher des Restaurants und des Biergartens parken künftig von der Kleinenbroicher Straße aus im Erdgeschoss des Neubaus, genau zwischen Gastronomie und Wohnkomplex. 17 Stellplätze stehen dort zur Verfügung, hinaus geht es in einer Einbahnstraßen-Führung hinter dem Biergarten auf die Pescher Straße. „Die Anwohner erhalten ihnen fest zugeordnete Parkplätze, zum einen senkrecht vor dem Gebäude an der Kleinenbroicher Straße, zum anderen im rückwärtigen Bereich des Wohntrakts“, erklärte Hein. Der Bau dieses L-förmigen Wohntrakts ist zudem bereits weiter fortgeschritten, 17 Wohnungen – die meisten zwischen 80 und 110 Quadratmetern – entstehen dort.

Vier weitere Wohnungen wird es direkt über der Gastronomie geben – mit einem weiteren Clou: Die Gärten dieser Wohnungen liegen direkt über den Stellplätzen, mit Blick auf den Platanengarten. Trotzdem werden offene Mauer-Elemente und eine Überdachung für den nötigen Lärmschutz sorgen.

Mehr von RP ONLINE