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Korschenbroich: Gabriele Parting ist Spitzenkandidatin von Die Aktive

Korschenbroicher Wählergemeinschaft : Aktive: Noch kein Bürgermeister-Kandidat, aber ein Interessent

Gabriele Parting ist bei der Kommunalwahl im September Spitzenkandidatin der Wählergemeinschaft Die Aktive. Für das Amt des Bürgermeisters gibt es bei der Aktiven einen Interessenten, aber der muss vor einer Kandidatur noch einige Fragen klären.

Beim Aufstellen ihrer Kandidaten für die Reserveliste zur Kommunalwahl im September machte die Bürgergemeinschaft Die Aktive in der Aula der Kleinenbroicher Realschule ihrem Namen Ehre: Die Prozedur ging ruckzuck über die Bühne. Das lag unter anderem daran, dass auf den aussichtsreichen Reservelistenplätzen keine neuen Kandidaten stehen, die sich erst hätten vorstellen müssen. Und vor allem lag es daran, dass noch kein Bürgermeisterkandidat präsentiert werden konnte. „Wir haben einen Interessenten, der aber noch auf privater und beruflicher Ebene Fragen klären muss“, sagte die Vorsitzende Gabriele Parting. Sie kündigte für nächsten Monat eine separate Versammlung an. Ein eigener Kandidat beziehungsweise eine Kandidatin sei als eine Art Aushängeschild wichtig.

Gabriele Parting steht auf der Reserveliste für die Kommunalwahlen  wieder auf Platz 1. Bei den vorigen Wahlen hatte sie auf ihr Ratsmandat zu Gunsten des Kreistagsmandats nicht angenommen. Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen erfahrene Mitglieder mit Hanns-Lothar Endell, Rolf Schmier, Jutta Goebel, Eberhard Böhm und Peter Schneeberger. Die Wahlen erfolgten en bloc und ohne eine einzige Gegenstimme. Derzeit ist Die Aktive mit fünf Mitgliedern im Stadtrat vertreten.

Um Inhalte wird es in der Juli-Versammlung gehen. Fest steht aber schon jetzt, dass das Thema „Grundwasser“ oberste Priorität haben wird. Während derzeit die Bürger in Kleinenbroich mit 80 Euro pro Haus und in Pesch mit 180 Euro zur Kasse gebeten werden, schwebt Gabriele Parting künftig eine solidarische Lösung vor, „damit sich alle an den Kosten beteiligen“. Und sie warnt davor, die Gefahr, die nach wie vor durch zu hohe Grundwasserpegel bestehe, zu unterschätzen, nur weil der Grundwasserstand durch die geringen Niederschläge derzeit nicht so hoch ist. Ihre Befürchtung: „Wenn der Tagebau weiterzieht und die Pumpen nach und nach abgeschaltet werden, könnte es auch in Glehn und Neersbroich zu Grundwasserproblemen kommen.“ Wenn der über zehn Jahre laufende Vertrag über die Entwässerungsmaßnahmen ausläuft, müsse frühzeitig eine Bürgerbeteiligung erfolgen.

Die Aktive hat derzeit rund 50 Mitglieder, 24 von ihnen waren jetzt zur Aufstellungsversammlung gekommen. Ein Problem für die Wählergemeinschaft: Es mangelt an jungen Mitgliedern.