Korschenbroich: Führungswechsel im Stiftungsrat der Bürgerstiftung

Engagement in Korschenbroich : Führungswechsel bei der Bürgerstiftung

Fritz Otten ist neuer Vorsitzender des Stiftungsrates. Der Raderbroicher Architekt weiß um die großen Fußstapfen, die sein Vorgänger Hermann Buchkremer hinterlässt. Der ist derweil in den Ältestenrat der Bürgerstiftung gewechselt.

Zur Prämierung des Jahrgangsbesten vor zwei Jahren traf die Auszeichnung einen Abiturienten, der bereits als Grundschüler der Bürgerstiftung begegnet war. Im Kindesalter hatte er im Rahmen des 4-L-Leseprojekts „Lesen lernen, Leben lernen“ ein Buch erhalten. Für Fritz Otten ist die Episode nicht nur Beispiel für den Lauf der Zeit, sondern auch Bestätigung für den Schwerpunkt Bildung im Einsatz für die Bürgerstiftung. „Das Thema Prämierung der Jahrgangsbesten über alle Schulformen ist uns ganz wichtig. Zurzeit wird überlegt, wie wir Vergleichbares für die Lehrlingsabschlüsse hinbekommen. Das ist allerdings nicht so einfach, da Lehrstellen und Berufsschulen oft in verschiedenen Orten liegen“, sagt Otten.

Der Raderbroicher Architekt ist der neue Vorsitzende im Stiftungsrat der Bürgerstiftung und damit Hermann Buchkremers Nachfolger. Gründungsmitglied Buchkremer wechselte über die Gremien vom Vorstand in den Stiftungsrat und nun in den Ältestenrat. Über das dritte Organ soll der Erfahrungsschatz der ehemaligen Vorstandsmitglieder erhalten bleiben. In der Bürgerstiftung genießt Buchkremer das Ansehen eines Mannes, der sich unermüdlich einbringt – zuverlässig, immer ansprechbar, auf menschlichen Zusammenhalt bedacht. „Der Schuh ist so groß, dass er kaum auszufüllen ist, wenn man noch nicht in Rente ist“, sagt Otten anerkennend über den Maßstab, den sein Vorgänger setzte.

„Der Stiftungsrat hat eine Kontrollfunktion und arbeitet eng mit dem Vorstand zusammen“, erklärt Otten zum Aufgabenbereich. Nicht nur er, sondern die Familie Otten überhaupt engagierte sich früh in der Bürgerstiftung. „Korschen­broich ist uns ein Anliegen, deshalb haben wir uns mit der Idee, verbindende Werte zu stärken, sofort anfreunden können und sind früh Zustifter geworden“, stellt er fest.

Der Vorsitzende plant keinen Umbruch, sondern nur zusätzliche Akzente. „Die Stiftung muss nicht dauernd Neues beginnen. Der Gedanke, was hilfreich ist zur Förderung des Bewusstseins für Korschenbroich, ist Herausforderung genug. Hier ist Bildung ein zentrales Thema. Hier werden wir am besten wahrgenommen. Hier brauchen wir weitere Projekte, wie das mit den Bänken in der Hauptschule“, sagt Otten, dessen Stellvertreter Ex-Bürgermeister Heinz Josef Dick ist.

Wichtig ist ihm auch das Leseprojekt „4 L“ zur Unterstützung der Grundschulen. Dabei erhalten Zweit- und Drittklässler ein Buch geschenkt, während die Lehrerschaft didaktisch aufbereitetes Material zur Begleitung des Unterrichts erhält. Als weiteres besonderes Anliegen bezeichnet Otten die Verleihung des Matthias-Hoeren-Preises für herausragende Leistungen zum Wohle der Korschenbroicher Bürgerschaft. Den Hinweis auf sein Anliegen verbindet der Raderbroicher mit dem Appell, Vorschläge für die diesjährige Verleihung an den Stiftungsrat zu senden.

Hermann Buchkremer versichert, dass er auch in Zukunft seine Erfahrung einbringen und Spenden akquirieren will. Doch es sei an der Zeit gewesen, das Amt weiterzugeben. „Ich werde – so Gott will – in diesem Jahr 80. Man sollte Positionen nicht zu lange besetzen, sonst wird es langweilig. Neue Menschen bringen neue Ideen mit“, sagt Buchkremer.

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