Korschenbroich: Frauen vom Missionskreis basteln für Hilfsprojekte

Frauen vom Missionskreis in Kleinenbroich : Sie basteln für Hilfsprojekte in aller Welt

Die Frauen vom Missionskreis in Kleinenbroich treffen sich jeden Dienstagmorgen im „Kiddy-Treff“. Mit ihren Basaren zu Ostern und Weihnachten sammeln sie jedes Jahr mehrere Tausend Euro für den guten Zweck.

Wenn sich am Dienstagmorgen die Türen des „Kiddy-Treffs“ gegenüber der Kleinenbroicher Kirche öffnen, dann geht es um Gemeinschaft. Um einen netten Plausch unter alten Bekannten. Vor allem aber ums Basteln. Und den guten Zweck.

„Jeder macht bei uns, was sie am besten kann“, sagt Ulrike Schlüter. Die eine näht lieber, die andere ist geschickt mit Papierarbeiten. Die Dritte fertige schöne Holzarbeiten. So kommt zwei Mal im Jahr ein buntes Angebot zusammen, das beim Weihnachts- und Osterbasar der Gruppe verkauft wird. 2000 bis 3000 Euro ist jedes Ostern der Erlös. An Weihnachten ist es meist sogar ein bisschen mehr. 4000 Euro nahmen die Frauen beim letzten Mal ein. Geld für das Missio-Projekt „Hoffnung für Friedhofsfamilien“ auf den Philippinen. Für Familien, die dort unter katastrophalen hygienischen Zuständen zwischen den Grabsteinen leben.

Für die Projektvorstellung ist bei der Gruppe in erster Linie Monika Kannen zuständig. Dabei gibt es jedoch klare Regeln. „An Ostern geht der Erlös immer an ein Projekt von Misereor, an Weihnachten an ein Missio-Projekt“, sagt Kannen. Die beiden katholischen Hilfswerke werden wechselnd unterstützt. „Außerdem versuchen wir, jedes Mal den Kontinent zu wechseln“, sagt Edith Carsjens, das dienstälteste Mitglied der Runde. „Und unterstützen vor allem Projekte, die Frauen und Kindern zugutekommen.“ Wohin das Geld am Ende fließt, entscheiden alle gemeinsam.

Alle, das sind zwölf Frauen. Derzeit zumindest. Denn die Gruppe plagen Nachwuchsprobleme. Die junge Generation konnten sie bislang nicht für ihre Arbeit begeistern. Viele Frauen sind berufstätig, haben schon deshalb keine Zeit am Dienstagmorgen mitzumachen. Aber auch wer nicht regelmäßig kommen kann, ist beim Missionskreis herzlich willkommen. „Und wenn es nur für die Mithilfe bei den Basaren ist“, sagt Schlüter. Auch Kuchenspenden sind zu diesen Anlässen immer gerne gesehen. Die Einnahmen aus der Cafeteria gehen ebenfalls als Reinerlös an die Hilfsprojekte.

So geht es jetzt schon seit 38 Jahren. 1982 hat sich die Gruppe gegründet. Damals, beim ersten Weihnachtsbasar, kamen immerhin 815,30 D-Mark zusammen. Heute sind es jedes Jahr mehrere Tausend Euro. Dieses gute Gefühl, anderen zu helfen, treibt die Gruppe jedes Mal aufs Neue an. Als christliche Gruppe stehen sie so im besten Sinne für den Gedanken der Nächstenliebe. Natürlich soll dabei der Spaß am Basteln und der Gemeinschaft nicht zu kurz kommen. Für Ostern ist bislang noch kein Projekt beschlossen, doch das nächste Ereignis steht bereits an. An Mariä Lichtmess am 2. Februar verkaufen die Frauen ihre selbstgefertigten Kerzen. Natürlich für den guten Zweck.