Korschenbroicher Kunden müssen nach Gladbach Filiale der Deutschen Bank ab 3. Dezember geschlossen

Korschenbroich · Etwa 100 Filialen schließt die Deutsche Bank im vierten Quartal 2021. Darunter ist auch die Filiale in Korschenbroich. Am 3. Dezember ist Schluss.

 Die Filiale der Deutschen Bank in der Sebastianusstraße in Korschenbroich schließt. Die Kunden werden nach Mönchengladbach verwiesen.

Die Filiale der Deutschen Bank in der Sebastianusstraße in Korschenbroich schließt. Die Kunden werden nach Mönchengladbach verwiesen.

Foto: Ilgner,Detlef (ilg)/Ilgner Detlef (ilg)

Am Donnerstagabend, 2. Dezember, schließen sich die Türen der Deutschen-Bank-Filiale in Korschenbroich endgültig. In den vergangenen Tagen haben Korschenbroicher Kunden Post erhalten, in der die Deutsche Bank weniger die Schließung in den Vordergrund stellt, sondern vielmehr anpreist: „Eine neue Filiale ist für Sie da“.

Gemeint ist damit die Filiale in Mönchengladbach am Bismarckplatz 1-3. Dass die Geschäftsstelle in Korschenbroich schließen würde, war im April 2021 bekannt geworden. Die Korschenbroicher Zweigstelle ist eine von etwa 100 Filialen bundesweit, die die Deutsche Bank im vierten Quartal 2021 schließt. Die Liste aller betroffenen Filialen ist auf den Internetseiten der Deutschen Bank abrufbar. Rund 400 Filialen blieben erhalten, so die Bank.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bank unserer Redaktion seinerzeit auf Anfrage mitgeteilt hatte, seien in ganz Deutschland etwa 450 Mitarbeiter betroffen – in Korschenbroich vier Angestellte. Durch Vorruhestands-, Altersteilzeitregelungen, Wechsel an andere Standorte oder Qualifikationsmaßnahmen für andere Berufsbilder habe die Deutsche Bank bislang betriebsbedingte Kündigungen vermeiden können.

Wesentlicher Grund für die Filialschließungen sei, dass immer seltener Kunden die Filiale aufsuchen. „Die meisten Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte digital“, so der Sprecher. Und für gebührenfreies Geldabheben gebe es die Bargeldversorgung durch die Geldautomaten der Cash Group Banken, an der neben der Deutschen Bank auch Banken wie die HypoVereinsbank, die Commerzbank oder die Postbank angehören. „Hinzukommen die Alternativen zur Bargeldabhebung bei DM, Rewe oder Shell-Tankstellen“, sagte der Sprecher.

Ursprünglich hatte die Deutsche Bank angekündigt, vor allem Filialen in Städten zu schließen. Es sind aber inzwischen auch einige Filialen im ländlichen Raum betroffen. Dazu die Deutsche Bank: „Wenn wir in kleineren Städten oder Gemeinden die einzige Deutsche Bank-Filiale mit einer Filiale in einem anderen Ort zusammenlegen, ist dies zunächst eine spürbare Einschränkung im Vor-Ort-Service. Die Kunden werden aber viele ihrer Finanzgeschäfte über die regionalen Beratungscenter abwickeln können, die mit ausgebildeten Bankkaufleuten besetzt sind und vollwertige Beratung bieten.“ Ob nach einer Filialschließung eine Selbstbedienungsstelle bleibe, hängt von den bereits vorhandenen Alternativen ab, etwa einer Postbankfiliale am gleichen Standort, so die Deutsche Bank.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort