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Korschenbroich: FDP will bei Kommunalwahlen 2020 mindestens vier Mandate

Mit Kompetenzteam : Korschenbroicher FDP startet zuversichtlich in den Wahlkampf

Mindestens vier Stadtratsmandate sollen im September für die Liberalen herausspringen. Damit das gelingt, setzt die Partei auf ein Kompetenzteam und vier Kernthemen.

Ein Kompetenzteam und vier Kernthemen sollen der Korschenbroicher FDP bei den Kommunalwahlen im September zum Erfolg verhelfen. Unter dem Slogan „Ein Update für Korschenbroich: Modern, Digital, Attraktiv“ haben die Liberalen ihre Themenpapiere für den Wahlkampf vorgestellt.

„Wir möchten im nächsten Stadtrat eine gewichtige Rolle spielen“, sagt der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Betz. „Wir hatten einmal sechs Mandate, jetzt sind es zwei. Wenn wir nach der Wahl wieder mindestens bei vier sind, wäre das schön“, sagt Betz’ Stellvertreter Dirk Schiffers.

Damit das gelingt, setzt die FDP auf ein sechsköpfiges Kompetenzteam. Das bei den Kernthemen auf die jeweilige Lebens- und Berufserfahrung der Aktuere aufbauen soll. So ist Betriebswirt Betz für die Digitalisierung zuständig und Wirtschaftsprüfer Schiffers für den Bereich Finanzen. Studienrat Helmut Tiex übernimmt im Team den Bereich Bildung, Ingenieur Rainer Weber und Kaufmann Benjamin Breuer kümmern sich gemeinsam um „Klima und Umwelt“. Komplettiert wird das Team durch die ehemalige FDP-Vorsitzende Hanne Wolf-Kluthausen, die aus dem Stadtrat ausscheiden und für den Kreistag kandidieren wird.

Um dem bundespolitischen Gegenwind anlässlich der Ministerpräsidenten-Wahl von Thomas Kemmerich in Thüringen entgegenzuwirken (Betz: „Das Thema wird uns nachhängen“), setzen die Liberalen auf eigene programmatische Schwerpunkte. So möchte die FDP die Verwaltung entbürokratisieren. Eine Bürger-App soll es den Korschenbroichern nicht nur ermöglichen, Beschwerden und Anregungen vorzutragen, sondern auch einige Anträge gleich im Internet zu stellen. Und sich somit den Behördengang zu sparen.

Schiffers ist sich sicher, dass das auch Korschenbroichs Attraktivität bei Gewerbetreibenden erhöhen würde. Überhaupt sieht er hier Nachholbedarf. „Das Gewerbe wurde in den letzten 20 Jahren zu Gunsten des Wohnungsbaus vernachlässigt“, sagt Schiffers. Dass auch der erste Entwurf für den aktuellen Haushalt eine Gewerbesteuererhöhung vorsah, hält er für das falsche Zeichen. Die FDP fordere das genaue Gegenteil. „Gewerbesteuer runter, mehr Kohle in der Tasche“, sei das Ziel. Auch die Steuerbelastung für die Korschenbroicher Bürger solle konstant gehalten und mittelfristig sogar abgebaut werden.

Beim Klimaschutz setzt die FDP unter anderem auf eine höhere Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs und darauf, Korschenbroich klimafest zu machen. Im Bildungsbereich wirbt Tiex für einen größeren Fokus auf das Fach „Informatik“. Auch in Korschenbroich gebe es hier noch den Bedarf, mehr Lehrer für das Angebot zu begeistern.