Korschenbroich: Familienzentrum Josef-Thory-Straße feiert Eröffnung von Neubau

Familienzentrum in Kleinenbroich : Neubau vereint Kita an der Josef-Thory-Straße

200 Quadratmeter hat das Städtische Familienzentrum in Kleinenbroich dazubekommen. Dadurch konnte eine seit 2016 bestehende Gruppe vom Standort an der Hochstraße in das Haupthaus ziehen. Nun wurde der Anbau offiziell eröffnet.

Die Schnittchen wurden im Spielzeug-Bagger serviert. Und die frischen Früchte lagen im Plastik-Lastwagen. Ganz dem Anlass entsprechend boten Eltern und Erziehungskräfte des Städtischen Familienzentrums Josef-Thory-Straße ihren kleinen Imbiss in einer Baustellen-Dekoration an. Schließlich war in der Kindertagesstätte in den vergangenen Monaten viel gehämmert, gebohrt und geschraubt worden. Vor allem hatte das Familienzentrum einen 200 Quadratmeter großen Neubau erhalten, in den bereits Mitte Mai die inklusive Pinguine-Gruppe einziehen konnte. Nun wurde der Bau nochmals offiziell eröffnet.

„Wir sind alle froh, dass wir das gestemmt haben. Dies hier zu realisieren, war schon ein gewaltiger Aufwand“, sagte Bürgermeister Marc Venten. Denn zu dem 1,3 Millionen Euro teuren Projekt gehörten auch umfangreiche Renovierungsmaßnahmen im gesamten Gebäude. „Fünf Gruppen waren insgesamt von dem Bau betroffen, immer wieder mussten Gruppen seit dem Beginn im vergangenen August umziehen und wurden teilweise auch eine Zeit lang in der Turnhalle untergebracht. Aber das gesamte Team hat unter den widrigen Umständen toll zusammengehalten“, sagte die Leiterin des Familienzentrums, Barbara Antony-Wildschütz.

Die Mühen haben sich jedoch gelohnt. Zum einen sind nun alle 101 Kinder und 24 Erzieher an einem Standort vereint: Durch den Umzug der Pinguine konnte jetzt die Füchse-Gruppe, die seit September 2016 an der Hochstraße untergebracht war, in das Familienzentrum umziehen. Zum anderen erhöhen sich die Möglichkeiten und Raumkapazitäten der Einrichtung erheblich.

Barrierefreiheit, breite Türen und ein großräumiges Bad: Hatte das inklusive Familienzentrum bislang nur Kinder mit Sprachbehinderungen, kann es nun auch Kinder im Rollstuhl aufnehmen. Zudem wird demnächst ein eigener Therapieraum für Ergo- und Physiotherapeuten fertig. Deren Maßnahmen hatten bislang in der Turnhalle stattfinden müssen. Darüber hinaus war im Anbau Platz für einen U3-Schlafraum sowie für einen großen Personalraum, eine zweite kleine Küche, einen Hauswirtschaftsraum und zwei Materialräume.

„Die Aufgabe war es, ein Raumkonzept zu erstellen, das sich sinnvoll mit dem Altbestand des Familienzentrums verbindet. Dazu gehört beispielsweise, dass die Spiel- und Aufenthaltsräume der Kinder zum Außengelände hin liegen“, sagte Merle Engelhard vom Korschenbroicher Gebäudemanagement. Sie hatte den ersten Entwurf für den Neubau geliefert, ehe das Architekturbüro Berger die Führung übernahm. „Es ist sehr schön zu sehen, dass die Mitarbeiter sehr zufrieden mit der Umsetzung sind“, sagte Merle Engelhard.

Gleichzeitig wurden in den übrigen Gebäudeteilen Hunderte Meter neue Kabel verlegt, Räume renoviert oder Brandschutzvorkehrungen erneuert. „Für die Kinder und das Personal war das vergangene Jahr mit den vielen Bauarbeiten und den Umzügen nicht einfach“, sagte Barbara Antony-Wildschütz. Doch das ist Vergangenheit, nun herrscht in allen Aufenthaltsräumen des Familienzentrums wieder Leben – ganz ohne Hammer, Bohrer oder Schraubenzieher.

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