1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: Evangelische Kirche hat digitalen Adventskalender gestaltet

Evangelische Kirche Korschenbroich : Ein digitaler Adventskalender voller Kreativität

Die evangelische Kirchengemeinde hat einen Ersatz für ihr Adventssingen gestaltet, der im Internet für jedermann zugänglich ist. Täglich gibt es dort ein neues Video mit Musik- oder Textbeiträgen.

Zum beliebten Adventssingen ist die evangelische Kirche an der Freiheitsstraße üblicherweise eng besetzt. Einem solchen Vorhaben stehen in diesem Jahr die Hygiene- und Abstandsregeln entgegen. Als Antwort entwickelten Kirchenmusikerin Adelheid Ufermann und Projektchorleiterin Steffi Hansmann die wunderschöne Idee eines digitalen Adventskalenders von der Gemeinde für die Gemeinde. Der ist unter www.evkiko.de für jedermann zugänglich.

„Wir haben über unseren Verteiler alle Mitglieder des Projektchors angeschrieben und gefragt, wer traut sich, alleine oder in Grüppchen von bis zu vier Personen ein Lieblingsweihnachtslied aufzunehmen. Dazu hatten wir angeboten, die Lieder zu begleiten. Es gab begeisterte Zusagen. Als dann aber die Liste mit den Probeterminen fertig war, kam der zweite Lockdown und wir durften nicht in die Kirche rein“, erzählt Hansmann. Die Aussicht beim Gesang oder Instrumentalspiel ganz auf sich gestellt zu sein, schreckte einige ab. Daher wurde die Idee auf Textbeiträge erweitert.

Am Ende entstanden mehr Überraschungen als der Kalender Türchen hat, sodass das digitale Öffnen bereits am ersten Adventssonntag begann. Ein Beitrag kommt sogar aus Peru, von einer Frau, die von Korschenbroich in die Heimat zurückkehrte.  „Jeder war super kreativ. Die Beiträge von Projekt- und Posaunenchor sowie Gemeindemitgliedern wurden mit dem Handy aufgenommen und über WhatsApp zu mir geschickt. Die Technik ist nicht perfekt, aber alles ist mit so viel Herz gemacht. Eigentlich hatte ich schon im November eine schöne Adventszeit. Es kam so viel Herzlichkeit, Spontanität und Kreativität zurück, dass es sehr beglückend war“, schwärmt Hansmann. Sie verspricht eine große Vielfalt an heiteren und nachdenklichen Texten, alten und modernen Liedern. Das Alter der Beteiligten liege zwischen sechs und 75 Jahren.

Ganz „köstlich“ seien zum Beispiel die vom Posaunenchor-Nachwuchs interpretierten Instrumentalstücke. Die im November aufgezeichneten Videos dauern etwa drei Minuten und eignen sich als Impuls für den Tag.