Korschenbroich: Eine Grenze für Elternbeiträge

Kindertagesstätten in Korschenbroich : Eine Grenze für Elternbeiträge

Der Rhein-Kreis Neuss will die Beitragsgrenze für die Elternbeiträge, die in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege für Eltern wichtig ist, verändern.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages begründete dies in seiner jüngsten Sitzung in Korschenbroich damit, dass der Betrag von 20.000 Euro als bisherige Beitragsgrenze zu niedrig sei. Er sollte auf einen angemessenen Wert angehoben werden, der sich an anderen Jugendamtsbezirken im Rhein-Kreis Neuss orientieren soll. Denn 20.000 Euro als Bemessungsgrenze gelten nur im Bereich des Kreisjugendamtes in den Städten Korschenbroich und Jüchen und in der Gemeinde Rommerskirchen.

Für einen Platz in einer öffentlich geförderten Kindertageseinrichtung, in der OGS oder in der Kindertagespflege haben die Eltern einen einkommensabhängigen Elternbeitrag an das Jugendamt zu entrichten. Für die Festsetzung des Beitrages müssen dem Jugendamt Einkommensnachweise vorgelegt werden. Grundlage für die Beitragshöhe sind die Brutto-Einkünfte beider Elternteile. Sofern von den Beitragspflichtigen keine oder nicht ausreichende Einkommensnachweise vorgelegt werden, wird der entsprechend der Betreuungsform höchste Elternbeitrag festgesetzt.

Das Kreisjugendamt hat nun zwei Varianten vorgestellt. Zum einen stellte das Amt die finanziellen Auswirkungen bei einer Bemessungsgrenze von 25.000 Euro vor. Wer also ein Bruttojahreseinkommen von 25.000 Euro hat, muss keine Beiträge  für seine Kinder, die in den Kindergarten oder in einer Tagespflege sind, bezahlen. Für die Einnahmen der Kreisjugendhilfe bedeutet das jedoch weniger Einnahmen. Bei der ersten Variante würden sich die Erträge um 20.000 Euro verringern. Noch deutlicher wäre der Verlust bei einer Bemessungsgrenze von 37.000 Euro. Da würden sich die Erträge um einen Betrag von 60.000 Euro verringern.

Dennoch muss die Beitragsgrenze im Bereich des Kreisjugendamtes angehoben werden, denn eine deutliche Mehrheit der anderen Städte im Kreis erheben erst ab einem Einkommen von 30.000 Euro Beiträge. Außerdem haben viele Kommunen beim Höchstbetrag, der bei einem Einkommen ab 105.000 Euro greift, eine Grenze eingerichtet. Die beiden Varianten sollten mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen, also auch Korschenbroich, besprochen werden. Mit Bürgermeister Marc Venten wurde dieses Gespräch jedoch noch nicht geführt, wie er auf Anfrage bestätigte. So hätten sich auch die Gremien der Stadt mit dem Thema noch nicht beschäftigen können.

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