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Korschenbroich: Ein Toter nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim Haus Timon

Seniorenheim in Kleinenbroich : Ein Todesfall nach Corona-Ausbruch in Haus Timon

Insgesamt sind in dem Kleinenbroicher Seniorenheim derzeit 13 Bewohner an Covid-19 erkrankt, drei befinden sich zur Behandlung im Krankenhaus. An der Einrichtung herrscht derzeit ein Aufnahmestopp.

Nach einem Corona-Ausbruch in Haus Timon in Kleinenbroich sind derzeit 13 Bewohner und 14 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Das bestätigte Diakonie-Vorstand Bernd Gellrich auf Anfrage unserer Redaktion. Die Diakonie Rhein-Kreis Neuss ist Träger des Seniorenheims. Ein Bewohner soll im Laufe des seit 30. November andauernden Ausbruchs laut Gellrich zudem mit Covid-19 verstorben sein. Zwischenzeitlich sollen sogar 17 Bewohner infiziert gewesen sein. Drei befanden sich am Donnerstag noch zu stationärer Behandlung im Krankenhaus.

Die Fälle wurden erst am Mittwochabend öffentlich bekannt, nachdem der Rhein-Kreis Neuss davon berichtete. Gemäß dieser ersten Mitteilung waren jedoch „nur“ sieben Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Kreises bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion jedoch die höheren Infiziertenzahlen. Bereits zuvor festgestellte Fälle seien in der Mitteilung nicht berücksichtigt worden.

Zum von Gellrich genannten Todesfall wollte der Kreis keine weiteren Angaben machen. Donnerstagabend berichtete der Rhein-Kreis vom Tod einer 89-jährigen Frau aus Korschenbroich, die an den Folgen einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben sei. Ob es sich dabei um den Todesfall im Haus Timon handelt oder einen weiteren, dazu wollte ein Sprecher der Kreisverwaltung ebenfalls keine Angaben machen. Dass bis Donnerstagmorgen offiziell kein Korschenbroicher Covid-19-Todesfall registriert worden war, kann laut Kreis auch daran liegen, dass sich die Meldeadresse des laut Diakonie gestorbenen Bewohners in einer anderen Stadt befinde.

Trotz der Corona-Fälle gelang es laut Diakonie-Vorstand Gellrich bislang, den Betrieb im Haus Timon aufrechtzuerhalten. „Ich habe da eine riesengroße Dankbarkeit gegenüber unseren Mitarbeitern“, sagte er. Nur durch deren große Bereitschaft habe der Dienstplan noch gefüllt werden können. Nun sollen Leiharbeiter dabei helfen, die entstandenen Lücken zu stopfen. In der Einrichtung herrscht derzeit ein Aufnahmestopp, kontaktlose Besuche sind nur in einem gesonderten Bereich außerhalb der Wohnbereiche möglich. Ein vollkommenes Besuchsverbot kann laut Kreis nicht verhängt werden. Dies sei nicht zulässig, betont ein Sprecher.