Korschenbroich: Die Müllgebühren sollen 2019 sinken

Politik in Korschenbroich : Die Müllgebühren sollen sinken

Im vergangenen Jahr fiel weniger Abfall an. Zudem senkt der Kreis die Kosten. Diese Entwicklung soll nun an die Bürger weitergegeben werden.

Während die Anhebung der Grundsteuern vielen Bürgern sauer aufstößt, dürfte es die Korschenbroicher freuen, dass die Müllgebühren im kommenden Jahr sinken sollen. Das wird heute Abend der Hauptausschuss als Empfehlung an den Stadtrat aussprechen. Das mit der Entsorgung beauftragte Unternehmen Schönmackers hat im Rahmen der sogenannten Preisgleitklausel zum 1. Januar 2017 keine Entgeltanpassung geltend gemacht. Das blieb auch 2018 so. Der Rhein-Kreis Neuss als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger hat für 2017 die Deponiegebühren für Rest- und Sperrmüll auf 175 Euro pro Tonne und für Bioabfälle auf 80 Euro pro Tonne gesenkt. Die Preise blieben 2018 konstant. Nun jedoch hat Schönmakers eine Gebührenanpassung beantragt. Der Kreis senkt zudem die Gebühren. 

Trotz steigender Einwohnerzahl im Stadtgebiet war die Gesamtmenge der gebührenpflichtigen Abfälle 2017 rückläufig. Auffällig ist die stark gesunkene Mengenzahl beim Restmüll. Sie sank um 143 Tonnen im Vergleich zum Jahr 2016. Dafür fielen 50 Tonnen mehr Sperrgut und 35 Tonnen mehr Bioabfälle an. Die Grünbündel sanken um 33 Tonnen. Die Sammelmenge bei den Wertstoffen ist erstmals seit Jahren wieder leicht rückläufig. Sie sank um 47 Tonnen. Dies ließe sich mit den Stichprobenkontrollen der Firma Schönmackers seit Mai 2017 erklären, die aufgrund der Fehlbefüllungen der gelben Tonnen und Säcke seitdem bei jeder Abfuhr erfolgt sind. Die Zahl der Fehlbefüllungen konnte dadurch reduziert werden, heißt es in der Beschlussvorlage. So entstand ein Gebührenüberschuss von 206.013 Euro.

Weil die Entwicklung der Gebühren rückläufig ist, empfiehlt der Hauptausschuss in seiner heutigen Sitzung, die Gebühren für Hausmüll um 12 Prozent, die Gebühren für Biomüll bei 120 Liter-Gefäßen um 12,2 Prozent und bei 240 Liter-Gefäßen um 12,73 Prozent zu senken. Die Personengebühr von 25 Euro pro Jahr bleibt unverändert.

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