1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: Die Kita St. Maternus nimmt Videos für die Kinder auf

St. Maternus Kleinenbroich : Video-Botschaften aus der Kindertagesstätte

Um die Kinder auch in Zeiten von Corona bei Laune zu halten, haben sich die Erzieherinnen der Kita St. Maternus in Kleinenbroich etwas überlegt. Regelmäßig nehmen sie sich selbst beim Lesen, Singen oder Erzählen auf.

Die Corona-Kontaktsperre fällt nicht nur vielen Erwachsenen schwer. Auch die Kleinsten der Gesellschaft leiden unter ihr. Ihnen fehlt der Kindergarten, der Kontakt zu Gleichaltrigen und Erziehern. In der Kita St. Maternus in Kleinenbroich haben sich die Erzieherinnen daher etwas Besonders ausgedacht.

„Wir nehmen alle ein bis zwei Tage ein Video für die Kinder auf“, sagt Kita-Leiterin Kerstin Horster. Das seien eigentlich ganz unaufgeregt lange Sequenzen. Kein Vergleich mit Youtube oder Netflix. „Doch es kommt scheinbar ganz gut an“, sagt sie. Die Rückmeldungen der Kinder und Eltern seien sehr positiv.

Das geht auch aus einer Mail hervor, in der die Eltern den Alltag ohne Kita schildern. Auch dort ist von der „tollen Idee“ der Erzieherinnen die Rede. „Sie schicken unseren Kindern E-Mails. Einen freundlichen Gruß, mitnehmende Texte, schöne Bastelanleitungen, lustige Video-Botschaften, witzige Geschichten, knifflige Aufgaben“, listen die Eltern auf. „Das zaubert leuchtende Kinderaugen.“

Beim Videodreh wechseln sich insgesamt drei Erzieherinnen ab. Sie singen dann den Kindern etwas vor, nehmen persönliche Grüße auf oder erzählen aus einem Bildband. Zu Ostern hörten die Kinder die Ostergeschichte. Im aktuellen Video am Freitag ging es um das Thema Händewaschen. „Die Kinder haben kein Zeitgefühl“, sagt Horster. Ihnen breche das Lebensgefühl „Kindergarten“ weg. Ein wenig davon wollen sie mit der Aktion auffangen.

  • Petra Treeter ist Erzieherin, Familientherapeutin und
    Familienhilfe in Kamp-Lintfort : Im Kindernest finden Eltern Hilfe
  • In der Corona-Krise nutzen die Menschen
    Zum Jahresende : Corona-Rabatt in der Autoversicherung
  • Eine ganze Station ist jetzt zum
    Helden in der Pandemie : Die furchtlosen Corona-Fighter vom EVK Mettmann

Denn wann und wie es wieder einen Normalbetrieb in der Kita gibt, ist weiterhin unklar. Selbst wenn die Kitas wieder regulär öffnen dürften – in Kleinenbroich wüssten sie nicht, wie sie das bewerkstelligen sollten. „Die Hälfte der Kollegen gehören zur Risikogruppe“, sagt Horster. „Das ist ein ganz großes Problem, das mir persönlich Sorgen bereitet.“

Derzeit gibt es in der Kita eine Notgruppe. „Anfangs wurde die nur ganz sporadisch genutzt“, sagt Horster. „Mittlerweile haben ein Drittel der Eltern angefragt.“ In diesem Umfang sei der Betrieb allerdings kein Problem. Dafür reiche das verfügbare Personal aus.

(mlat)