Korschenbroich: Die Grünen wollen mehr Schutz für Insekten

Korschenbroicher Umweltausschuss : Grüne beantragen mehr Schutz für Insekten

Im Umweltausschuss lässt die Fraktion diskutieren, wie Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten im Stadtgebiet besser geschützt werden können. Dazu sollen auf städtischen Flächen bestimmte Mittel verboten werden.

Wenn am Donnerstagabend der Umweltausschuss im Ratssaal an der Don-Bosco-Straße zusammenkommt, steht unter anderem ein Antrag der Grünen auf der Tagesordnung. Sie beantragen, dass landwirtschaftliche Nutzflächen im Eigentum der Stadt sowie der städtischen Gesellschaften bei Neuverpachtung vorrangig an Betriebe verpachtet werden, die sich verpflichten, mit der Bewirtschaftung einen Mehrwert für Natur und Artenvielfalt zu erzeugen. Sie sollen dabei auf Herbizide wie Glyphosat und Insektizide wie Neonikotinoide verzichten.

Die Grünen möchten, dass bei Landwirten, die freiwillig frühzeitig auf ökologische Bewirtschaftungs-kriterien umstellen möchten, die Pacht um 25 Prozent gesenkt wird. Außerdem sollen breite Blühstreifen angelegt werden, beantragen die Grünen. „Pestizide werden eingesetzt, um Flächen von unerwünschten Kräutern und Gräsern frei zu halten oder um gegen Insekten vorzugehen. Einige der Mittel stehen im Verdacht, Krebs zu erregen, die Fortpflanzung zu schädigen oder hormonelle Wirkung zu haben“, heißt es im Antrag. Weiter erklären die Grünen, dass die Mittel schädlich für Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Fledermäuse sind. Entweder töten und schädigen Pestizide Insekten oder Wildkräuter direkt oder sie dezimieren ihren Lebensraum und ihre Nahrung. Insekten trügen dazu bei, landwirtschaftliche Erträge zu steigern. Daher sei der Verzicht auf schädliche Mittel auch im Interesse der Landwirte.

„Die Kommune trägt eine wichtige Verantwortung in ihrer Art der Bepflanzung, des Grünflächen-managements und Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen“, schreiben die Grünen in ihrem Antrag an den Umweltausschuss.