Korschenbroich: Deutsche Glasfaser verspricht Sanierung

Ärger nach Ausbau in Korschenbroich : Deutsche Glasfaser verspricht Sanierung

Das Unternehmen will Mängel beseitigen und abgeschlossene Arbeiten von der Stadt abnehmen lassen.

Beschwerden über die Arbeiten der Deutschen Glasfaser hat es in den vergangenen Monaten in Korschenbroich genug gegeben: Von notdürftig geflickten Straßenbelegen, offengelassenen Baugruben sowie Beschädigungen oder Verschmutzungen an Privatbesitz war da die Rede. Oftmals war jedoch auch die Informationspolitik des Unternehmens ein Kritikpunkt, viele Korschenbroicher fühlten sich schlecht informiert über die Arbeitsabläufe beim Glasfaser-Ausbau.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist, dass die Deutsche Glasfaser angekündigt hatte, dass das Bauinformationsbüro des Unternehmens an der Sebastianusstraße letztmals am 25. Juni geöffnet sein sollte, an jenem Tag Bürger jedoch nur einen Aushang mit dem Hinweis vorfanden: „Büro am 25. Juni geschlossen.“

Jetzt hat die Deutsche Glasfaser zumindest eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie über den Stand sowie den Fortlauf der Arbeiten in Korschenbroich berichtet. „In allen Ortsteilen sind die Tiefbauarbeiten vollständig abgeschlossen. In Pesch und in Neersbroich sind die Hausanschlüsse zu 90 Prozent, in Herrenshof zu 40 Prozent und in Raderbroich-Engbrück sowie Korschenbroich zu zehn Prozent fertiggestellt“, heißt es im Schreiben des Unternehmens.

Trotz Abschluss der Tiefbauarbeiten könne es zu Nachbearbeitungen kommen, aus diesem Grund sind bearbeitete Tiefbauflächen – Wege und Straßen – in einigen Fällen nur provisorisch verschlossen. „Sind alle Baumaßnahmen fertiggestellt, erfolgt am Ende die Abnahme aller öffentlichen Gehwege und Straßen durch die Stadt Korschenbroich“, heißt es.

Auch der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach hatte jüngst betont, dass die Arbeiten im Stadtgebiet nicht beendet sind; in Pesch, Herrenshoff und Korschenbroich seien noch keine Abnahmen von der Stadt durchgeführt worden. Bevor es dazu kommt, kontrolliert das von der Deutschen Glasfaser beauftragte Generalunternehmen Arge Bam Telekom die Oberflächen und definiert alle Mängel. „Diese werden im Nachgang durch das Generalunternehmen behoben und von Bauleitern des Unternehmens kontrolliert. Sobald dieser Prozess erfolgreich beendet ist, erfolgt der gemeinsame Abnahmetermin mit der Stadt, dem Generalunternehmen und Deutsche Glasfaser“, schreibt das Unternehmen und fügt hinzu: „Eventuell hinzukommende Mängelpunkte werden in einem Zeitfenster von zwei Wochen beseitigt, sodass im Nachgang sichergestellt wird, dass alle Oberflächen professionell saniert und ordnungsgemäß wiederhergestellt sind.“

Derweil wird der Ausbau der Anschlüsse sukzessive weitergeführt. Wie die Herstellung einzelner Hausanschlüsse an das Glasfasernetz erfolgt und welche Vorbereitungen die Kunden der Deutschen Glasfaser für einen reibungslosen Anschluss treffen sollten, ist online nachzulesen unter www.deutsche-glasfaser.de/glasfaser/hausanschluss.

(togr)
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