Korschenbroich - Der Stand im Neubaugebiet Niers-Aue

Korschenbroich : Projekt Niers-Aue wieder im Zeitplan

Die Arbeiten im Neubaugebiet „An der Niers-Aue“ gehen nach witterungsbedingten Verzögerungen wieder voran. Die ersten Baustraßen sind fertig, ein Drittel der Bauanträge wurde genehmigt. 500 Menschen sollen dort einmal Leben.

So langsam aber sicher, ist der Grundriss des Neubaugebietes „An der Niers-Aue“ aus der Vogelperspektive schon zu erahnen. Abgegrenzte grüne Flächen, auf denen einmal Häuser stehen sollen, sind bereits zu erkennen. Auch scheinen erste Straßen fertig zu sein. „Es handelt sich dabei um keine richtigen Straßen. Vorhanden sind bislang nur Baustraßen einschließlich der Entwässerungseinrichtungen“, erklärt Georg Onkelbach, technischer Beigeordneter der Stadt Korschenbroich. Dass dies zuerst geschieht, hat einen einfachen Grund: „Dadurch kann die Erschließung gesichert werden, um anschließend Baugenehmigungen erteilen zu können. Der Endausbau erfolgt, wenn die Hochbauten überwiegend fertig sind“, erläutert er.

Das Projekt Niers-Aue litt in den Wintermonaten, bedingt durch die Witterung unter leichten Verzögerungen, so Onkelbach. Inzwischen liege der Investor mit den Erschließungsarbeiten aber wieder im abgestimmten Zeitplan. „Parallel dazu laufen die Genehmigungsverfahren zu den vorliegenden Bauanträgen“, erklärt er. Rund ein Drittel der bisher eingereichten 80 Bauanträge, ist bereits genehmigt worden. „Der Rest befindet sich noch in der Prüfung“, so Onkelbach. Auf der Baustelle werden derzeit die letzten Baustraßen abschnittsweise fertiggestellt. „Lediglich ein Weg ist noch nicht ganz komplett“, sagt Onkelbach. Das Neubaugebiet „An der Niers-Aue“ soll einem ganz bestimmten Zweck dienen. „Ziel ist es, verstärkt junge Familien in Korschenbroich anzusiedeln, um damit dem demografischen Wandel entgegenzuwirken“, erklärt Onkelbach. Das Projekt wurde im Rahmen des Baulandmanagements in Zusammenarbeit mit einem Investor, der auch Erschließungsträger ist, entwickelt. Das Ziel ging bislang teilweise auf, denn „die Käufer der Grundstücke kommen vorwiegend aus Korschenbroich, aber auch aus dem regionalen Umfeld“, so Onkelbach.

Mit dem Verlauf und der Vermarktung der Flächen sei man sehr zufrieden. „Bis auf wenige, einzelne Grundstücke, ist bereits alles verkauft und vermarktet“, sagt Onkelbach. Bei rund 300 Euro pro Quadratmeter keine günstige Angelegenheit. Insgesamt verkaufte der Investor rund 100 Grundstücke auf dem Neubaugebiet. 40 der begehrten Flächen befinden sich im Besitz der Stadt.

Für diese Grundstücke lagen der Verwaltung mehr als 450 Bewerbungen vor. Zu den Bedingungen, auf die sich die Käufer einlassen mussten, gehörte auch, dass spätestens drei Jahre nach der gesicherten Erschließung die Baumaßnahme abgeschlossen sein muss.

Neben den Grundstücken für freistehende Einfamilienhäuser standen auch ein paar Grundstücke zur Bebauung mit Doppelhaushälften zum Verkauf. „Auf dem ersten Bauabschnitt, der aktuell realisiert wird, sollen nach der Fertigstellung rund 500 neue Einwohner leben“, sagt Dezernent Georg Onkelbach. Die Vermarktung für den zweiten Bauabschnitt erwartet man bei der Stadt Korschenbroich allerdings erst frühestens in zehn Jahren.

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