Korschenbroich: Der ehemalige Polizeichef Herbert Erdt ist gestorben

Nachruf : Polizei und Schützen trauern um Ex-Polizeichef Herbert Erdt

2003 ging er nach 13 Jahren als Korschenbroicher Wachleiter in den Ruhestand. Danach war er weiterhin als Diakon tätig. Am Nikolaustag ist Erdt im Alter von 76 Jahren gestorben.

Bei der Verabschiedung in den Ruhestand nach 38 Dienstjahren hatte Polizeichef Herbert Erdt 2003 angekündigt, er werde nicht in ein Loch fallen, sondern auch weiterhin seinen Dienst als Diakon in den Pfarren Flehe, Hamm und Volmerswerth leisten. Der ehemalige erste Polizeihauptkommissar hat sein Versprechen eingehalten und über die aktive Berufstätigkeit hinaus seelsorgerischen Trost und Beistand geschenkt. Am Nikolaustag verstarb Erdt im Alter von 76 Jahren.

Er hinterlässt Ehefrau, Kinder und Enkel. Das Seelenamt wird am Freitag in Flehe gehalten. Im Namen der Pfarrgemeinde St. Bonifatius Düsseldorf betonen der leitende Pfarrer Karl Heinz Virnich und Vertreter des Kirchenvorstandes im Gedenken an Erdt, dass dessen Predigten zu Herzen gegangen und für viele Glaubens- und Lebenshilfe gewesen seien.

„Für einen Polizisten war er eine schillernde Persönlichkeit, da er auch Diakon in der katholischen Kirche war. Das ist schon ungewöhnlich und war eine Besonderheit an ihm. Er war ein feiner Kerl, gesellig und den Menschen zugewandt, bereit, Konflikte zu lösen“, betont Hans Willi Arnold, ehemaliger Pressesprecher der Polizeibehörde Neuss rückblickend.

Der frühere Polizeihauptkommissar erlebte Erdt zunächst als Vorsitzenden in der Aus- und Fortbildung sowie später als Wachleiter. Herbert Erdt bildete über viele Jahre junge Polizisten in Linnich aus, bis er an die Polizeibehörde im Rhein-Kreis zurückkehrte. Als Sachgebietsleiter war er für die Aus- und Fortbildung zuständig. Als die Stelle des Wachleiters in Korschenbroich vakant wurde, bewarb er sich mit Erfolg darauf. 13 Jahre lang war er hier als Wachleiter im Einsatz.

„Korschenbroich ist eine schöne kleine Stadt und beschaulicher als die Großstädte. Erdt pflegte intensive Kontakte mit den Verantwortlichen der Stadt. Hier hat es ihm gefallen, und er war stolz auf die besondere Verbindung zu den Schützenbruderschaften“, erzählt Arnold. Am Pfingstdienstag gestaltete Erdt früher zum Schützen- und Heimatfest „Unges Pengste“ den Gottesdienst. Neben seiner Berufung zum Diakon habe der Verstorbene sein „großes Hobby“ Reisen gepflegt und dabei auch Touren für die Pfarre in Flehe organisiert. So habe er die ganze Welt bereist, erinnert sich Arnold.