Pläne für den Ortskern von Korschenbroich „Ich bin gegen eine Einbahnstraße an der Steinstraße“

Korschenbroich · Es ist ein ambitioniertes Projekt: Nach den Kanalbaumaßnahmen sollen Straßen im Ortskern verkehrsberuhigt werden. Gegen die Vorschläge der Stadt gab es zum Teil Widerstand von Anwohnern und Geschäftsleuten. Gegen einen Teil der neuen Ideen vom Verein „Korschenbroich – Unsere Heimat“ aber auch.

 Eine Einbahnstraßenregelung an der Steinstraße lehnt Hans-Willy Eßer, Vorsitzender des Cityrings Korschenbroich, nun ebenso ab wie die Pläne dafür an der unteren Sebastianusstraße.

Eine Einbahnstraßenregelung an der Steinstraße lehnt Hans-Willy Eßer, Vorsitzender des Cityrings Korschenbroich, nun ebenso ab wie die Pläne dafür an der unteren Sebastianusstraße.

Foto: bauch, jana (jaba)

Der Verein „Korschenbroich – Unsere Heimat“ hat einen Bürgerantrag an Bürgermeister Marc Venten gerichtet und unter anderem Vorschläge gemacht, wie der Durchgangsverkehr im Ortskern durch Einbahnstraßen reduziert werden könnte. Doch es gibt Widerstand: Vor allem gegen die Idee, die Steinstraße von der Regentenstraße kommend bis zum Pfarrer-Müller-Platz zur Einbahnstraße zu machen.

„Ich bin gegen eine Einbahnstraße an der Steinstraße“, sagt Gaby Meißner, zweite Vorsitzende des Cityrings und Inhaberin des Feinkosthimmels, gegenüber unserer Redaktion. „Wir hatten schon mal eine Einbahnstraßenregelung hier und das ist voll in die Hose gegangen. Es gab bei den Händlern Umsatzeinbußen ohne Ende.“

Entschieden wehrt sich Meißner – ebenso wie Buchhändler Ansgar Barbers – gegen den Eindruck, dass sie eine einseitige Verkehrsführung an der Steinstraße befürworten würden. Dieser war offenbar entstanden, nachdem Hans-Willy Eßer, Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäfts und Vorsitzender des Cityrings, unserer Redaktion gesagt hatte, dass er bis auf eine Ausnahme grundsätzlich die Vorschläge des Vereins begrüße. Eßer hatte zunächst nur die Pläne für eine Einbahnstraßenregelung an der unteren Sebastianusstraße kritisiert.

Diese Aussage konkretisiert er nach einer Vorstandssitzung des Cityrings Korschenbroich am Montagabend. „Die Einzelhandelsgemeinschaft fordert, den Verkehr in den Ort in beiden Richtungen beizubehalten“, sagt er nun gegenüber unserer Redaktion und ergänzt: „Alle, die Geschäfte im Ort haben, sind nicht mit einer Einbahnstraßenregelung an der Steinstraße und an der Sebastianusstraße einverstanden.“ Eine Einschränkung des Individualverkehrs werde zu Umsatzeinbrüchen führen, so Eßer. Bereits jetzt schon sei „durch das ‚Baustellenchaos‘ und der damit einhergehenden schlechten Erreichbarkeit der Geschäfte ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen“, kritisiert er weiter. Aus der Mühlenstraße eine Einbahnstraße zu machen, befürworte der Cityring aufgrund der engen Straße.

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