Korschenbroich: Carola Paschold pendelt berufich zwischen Düsseldorf und der Heimat

Carola Paschold : Künstlerin findet perfekten Mix aus Großstadt und Heimat

Der Kunst zuliebe lebt Carola Paschold jetzt in Düsseldorf. Doch über ihre Kunstschule hält sie engen Kontakt nach Korschenbroich.

Carola Paschold ist im Stress, doch es dürfte die positiv wirkende Variante mit ihrer beflügelnden Kraft sein. Im vergangenen Dezember beteiligte sich die Künstlerin an der Kunstauktion „Heartwork“ im K21 zugunsten der Aids-Hilfe Düsseldorf. Zum vierten Mal wurde sie zur aktuellen Kunstpreis-Ausstellung in Karlsruhe eingeladen. Ihr Bild zum Thema „Unterwegs – wohin“ zählt zu den 72 Beiträgen, die aus 660 eingereichten Arbeiten ausgewählt wurden. Im Mai wird Paschold einen Beitrag zur Bauhaus-Ausstellung im Bonner Frauenmuseum leisten. Im September schließlich wird sie zum 22-jährigen Bestehen der eigenen Kunstschule erneut eine Ausstellung mit Arbeiten von Schülern präsentieren.

Auf Wunsch berät die Dozentin Paschold auch bei der Erstellung von Kunstmappen für ein Studium. Die Kunstschule ist für sie Bindeglied zum früheren Wohnort. Über den Umzug nach Düsseldorf verortete sie 2012 die eigene künstlerische Arbeit in der Landeshauptstadt, während sie sich bundesweit an Künstlermessen beteiligt. Die Tätigkeit als Kunstvermittlerin aber beließ sie bewusst am alten Wohnort.

„Die Kombination klappt so richtig gut. Ich bin nicht weg aus Korschenbroich. Hier ist ein Stück Zuhause von mir, und ich liebe die Alte Schule“, sagt Paschold. 27 Jahre lebte die gebürtige Rheydterin vor dem Wohnortwechsel in Korschenbroich. „In Düsseldorf bin ich ohne die räumliche Distanz schneller bei den Galerien und Museen. Der künstlerische Arbeitsschwerpunkt bringt mir eine wesentlich größere Intensität“, begründet die Künstlerin die Entscheidung. Die Mutter zweier erwachsener Töchter studierte zudem an der Düsseldorfer Hochschule Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration.

In den Jahren 1997 bis 2006 machte sie sich einen Namen mit Aquarellen und Zeichnungen, deren bevorzugtes Motiv die lichtdurchflutete Provence ist. Dann folgte der künstlerische Umbruch zu den Pop-Art-Porträts, vielfach im XXL-Format. In den Anfängen waren sie inspiriert von den Arbeiten eines Andy Warhol. Paschold entwickelte ihren Stil weiter, verselbständigte ihn.

In den Porträts lenkt Paschold den Blick oft auf dynamische junge Frauen. Ebenso widmet sie sich in einer Auftragsarbeit für ein Seniorenstift den lebenserfahrenen Gesichtern von über Hundertjährigen. Anders als früher malt sie zurzeit bevorzugt in Öl auf Leinwand und druckt auf Wunsch eine limitierte Auflage. Eine Rückbesinnung auf die Provence-Bilder von einst scheint dagegen kaum vorstellbar. „Die Frankreich-Affinität ist geblieben, auch wenn ich keine provenzalischen Landschaften male. Doch in den nächsten Jahren wird noch einiges in Richtung Frankreich kommen“, sagt Paschold.

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